Firmenauto: Schwächere Konjunktur lässt Firmenpleiten steigen

Wiesbaden (dpa) - Die schwächere Konjunktur hat die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland erstmals seit dreieinhalb Jahren wieder steigen lassen. Im Juli meldeten 2760 Unternehmen Insolvenz an - das waren 8,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Das berichtete das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden. Damit zeichnet sich ein Ende des langjährigen Rückgangs ab. «Seit 2004 sind die Unternehmensinsolvenzen wegen der besser laufenden Wirtschaft kontinuierlich weniger geworden», sagte ein Statistiker. «Es ist aber noch zu früh, von einer Trendwende zu sprechen.»

Zuletzt waren die Firmenpleiten im Dezember 2004 deutlich gestiegen (plus 3,4 Prozent). Ein Plus im April 2008 lassen die Statistiker außer acht, weil es sich um einen durch den Osterferientermin bedingten Sondereffekt handelt.

Im ersten Halbjahr waren die Firmenpleiten in Deutschland noch auf das niedrigste Niveau seit dem Jahr 2000 geschrumpft. Nach den ersten sieben Monaten bleibt immer noch ein Minus von sechs Prozent mit 17 410 Unternehmensinsolvenzen.

Bei den Verbraucherinsolvenzen setzt sich der Trend nach unten weiter fort. Die Ämter zählten im Juli 8919 Pleiten von Verbrauchern, das waren 8,2 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Die offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte im Juli wie im Vorjahr auf 2,5 Milliarden Euro. Die Veränderungsraten wurden aufgrund der Daten aller Bundesländer bis auf Nordrhein- Westfalen berechnet. Hintergrund ist, dass die 2007er Daten aus diesem Bundesland nicht immer korrekt den einzelnen Monaten zugeordnet sind, so dass ein unbereinigter Vergleich einen falschen Trend aufzeigen würde.

Datum

10. Oktober 2008
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