Firmenauto: Sommerreifen im Test

Die preisgünstigsten Sommerreifen im Vergleichstest kosten knapp 70 Euro, die teuersten rund 90 Euro. 80 Euro Differenz also bei einem kompletten Satz. Lohnen sich teurere Reifen also, bringt die höhere Investition messbar mehr Sicherheit? Oder langen die Premiummarken einfach kräftiger hin? Die großen Konzerne besitzen meist auch Zweitmarken, deren Produkte weniger kosten. Fulda etwa gehört zum Goodyear-Verbund, Firestone zur Bridgestone-Gruppe. Da liegt es nahe, dass auch in der Qualität abgestuft wird. Schnitte die Zweitmarke im Test besser ab als das Aushängeschild, würden intern die Messer gewetzt. Eine generell gültige Einstufung vergleichsweise billiger Reifentypen gibt es wohl nicht. Im letztjährigen Test von »auto motor und sport« siegte überraschend der preisgünstige Hankook-Reifen aus Korea. In diesem Jahr geht es um eine Reifendimension, die als Entwicklungsgröße betrachtet wird. 205/55 R 16 genießt bei den Reifenproduzenten höchste Priorität, weil sie mit Abstand die am weitesten verbreitete ist. Auch der neue VW Golf trägt sie wieder. Punktwertung Die Punktwertung zeigt: Die Unterschiede zeigen sich besonders bei Nässe. Wichtigstes Nasskriterium ist der Bremsweg. Die besten Reifen liegen bei der Bremsung aus 100 km/h bei 42, die schlechtesten bei 45 Meter Bremsweg. Die Differenz mag gering erscheinen. Aber sie bedeutet im schlimmsten Fall eine beträchtliche Verringerung der verbleibenden Aufprallenergie. Bremstest Die Rangfolge des Bremstests präsentiert sich bunt  gemischt. Mit Bridgestone und Continental liegen zwei Premiumprodukte vorn, aber auch Außenseiter wie der Fulda oder der Vredestein platzieren sich unter den ersten sechs. Auf der anderen Seite landen der neue Goodyear und der Pirelli in der zweiten Hälfte des Feldes. Nassprüfung Auch in den Fahreigenschaften mischen sich teure und preisgünstige Reifen munter durcheinander. Die besten zeigen ein Lastwechselreaktionen geprägtes Kurvenverhalten, das die Fahrwerkeigenschaften des Golf voll zur Geltung kommen lässt. Mit Firestone, Michelin und Kumho, die auf dem Handlingkurs pro Runde über drei Sekunden einbüßen, wirkt das Fahrverhalten weniger harmonisch. Schieben über die Vorderräder und  Ausschwenken des Hecks wechseln sich ab. Das bedeutet häufi gen ESP-Eingriff in Situationen, in denen der Golf mit besseren Reifen unbeeindruckt in der Spur bleibt. Klares Ergebnis der verschiedenen Nässeprüfungen: Der neue Goodyear feiert – punktgleich mit dem Bridgestone – einen glänzenden Einstand. Continental, Pirelli und Dunlop liegen nur knapp dahinter. Ein wirklicher Ausreißer nach unten ist der Kumho.Der Michelin erzielt auf Nässe ein durchschnittliches Ergebnis. Michelin legt eher Wert auf geringen Rollwiderstand. Der Primacy gehört zwar nicht zu den ausgewiesenen Energiespar-Reifen, aber er belegt bei den Tests klar den ersten Platz. Dieser Vorteil, der sich gegenüber den im Rollwiderstand schlechtesten Reifen (Pirelli und Firestone) in einer Kraftstoffersparnis von rund 0,5 Litern auswirken kann, wird aber durch Einschränkungenbei der Nässe-Sicherheit erkauft. Trockentest Auf trockener Straße liegt generell die Stärke des Michelin. Er beweist vorzügliche Fahreigenschaften, bietet hohe Lenkpräzision und erzielt einen kurzen Bremsweg. Auch das komfortable Abrollverhalten gehört zu seinen Vorzügen. All den besten Kompromiss dies summiert sich zum Topergebnis auf trockener Straße.Damit kommt der Michelin weit nach vorn. Zusammen mit dem Goodyear belegt er Platz zwei, dicht gefolgt von Conti, Pirelli und dem Hankook, der sich wieder ins Feld der Platzhirsche drängt. Gesamtsieger: der Bridgestone. Erstklassige Bremsergebnissesprechen für ihn – vor allem aber, dass er in allen Kriterien zuverlässig Punkte sammeln. finden Sie die Testergebnisse in einer Tabelle.

Datum

29. Juni 2009
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