Umweltschutz Zoom

Firmenauto: Umweltschutz zum Nulltarif

Fuhrparkbetreiber schreiben sich den Umweltschutz auf ihre Fahnen. Allerdings darf die Mühe um eine saubere Welt nicht mit höheren Fuhrparkkosten verbunden sein. Das ist das Ergebnis der Studie "Umweltschutz im Fuhrpark", die vom  CAR-Center Automotive Research der Fachhochschule Gelsenkirchen und der Universität Duisburg-Essen im Sommer-Herbst 2008 durchgeführt wurde. Demnach wären nur 25 Prozent der befragten Unternehmen bereit, für umweltfreundliche Maßnahmen höhere Gesamtkosten des Fuhrparks in Kauf zu nehmen. Die Hälfte der befragten Manager aktezpieren höhere Kosten für die CO2-Emissionssenkung nicht. Damit seien laut Studie letztlich die Autobauer gefragt, Modelle mit geringem CO2-Ausstoß ohne zusätzliche Kosten zu schaffen. Auswahlkriterien bei der NeuwagenanschaffungSteht eine Neuwagenanschaffung an, wählen Fuhrpark-Manager ihren Favoriten zunächst nach dem Kraftstoffverbrauch (Note 1,7) aus. Dann nehmen sie die Kosten pro Kilometer (1,9) und dem Restwert des Fahrzeugs (2.0) unter die Lupe. Um einen höheren Anreiz für den Kauf umweltfreundliche Modelle zu schaffen, müsse nach Ansicht Experten eine Balance zwischen den angegebenen Kriterien geschaffen werden. Bevorzugte Antriebsformen Ein weiteres Ergebnis der Studie zielt auf die sinkende oder steigende Bedeutung von Antrieben. Hier rechnen Fuhrpark-Manager mit einer vermehrten Nachfrage von Eco-Modellen, Erdgas- und Flüssiggas-Fahrzeugen sowie Hybrid-Fahrzeugen im eigenen Fuhrpark. Der im Fuhrpark-Geschäft sehr wichtige Dieselantrieb wird nach Ansicht der Fuhrparkbetreiber Marktanteile verlieren. Vor allem der Hybrid-Antrieb genießt bei den Managern ein gutes Image. Geschätzt werden hier die Umweltfreundlichkeit, der Verbrauch, das Tankstellennetz und die Reichweite. Nachteile hat der Hybrid in Blick auf die steuerliche Förderung und bei den Kosten. Bio-Ethanol schneidet bei den meisten Kriterien am schlechtesten im Vergleich ab. Alternative Antriebe sind bei knapp 15 Prozent der befragten Unternehmen im Einsatz. Hybrid und Ergas sind dabei am stärksten vertreten. Dabei setzen die Firmen alternative Antriebe ein, die auch höhere Gesamtkosten in Kauf nehmen. Der Großteil der Befragten plane allerdings in einem Zeitraum von fünf Jahren Fahrzeuge mit alternativen Antrieben einzusetzen. Bedeutung der CO2-EmissionAuch das Thema CO2-Ausstoß spielt eine Rolle. Knapp 15 Prozent der Studienteilnehmer haben in ihrer Car Policy das Thema CO2-Einsparung berücksichtig. Knapp 25 Prozent planen dies auch umzusetzen. Vor allem die Kontrolle des Reifendrucks ziehen die Fuhrparkbetreiber heran, um den Ausstoß zu reduzieren. Navigationssysteme, Leichtlaufreifen und Leichtlauföle stufen die Befragten wesentlich geringer ein. Weitere Maßnahmen den CO2-Ausstoß zu senken, sind etwa Verbrauchsstatistiken, die knapp 20 Prozent der Fuhrparks nutzen. Eco-Fahrertrainings setzen zehn Prozent um. Wettbewerbe zum verbrauchsoptimierten Fahren und Bonus-Malus-Systeme sind seltener gefragt. Laut Experten des CAR-Center Automotive Research wird das Thema Verbrauchsoptimierung im Fuhrpark immer wichtiger. Allerdings bleiben die Gesamtkosten im Fuhrpark das entscheidende Kriterium. CO2-Reduktion um jeden Preis funktioniere im Fuhrpark nach den Ergebnissen der Studie nicht. Für die Untersuchung befragte das Institut 103 Unternehmen, deren Fuhrparks im Durchschnitt 174 Fahrzeuge umfassen.

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Bild: Leaseplan

Datum

4. November 2008
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