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Firmenauto: Uneinigkeit über Konjunkturpaket

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat das Konjunkturpaket der Bundesregierung als Impuls für Automobilabsatz und Klimaschutz begrüßt. Die Kombination aus Bürgschaftsprogramm für Unternehmen, Kfz-Steuerreform und Umweltprämie könnten nun der Entwicklung am Pkw-Inlandsmarkt starken Rückenwind geben und den Unternehmen helfen, die schwierige konjunkturelle Situation zu meistern, sagte Verbandspräsident Matthias Wissmann. Die Maßnahmen zur Kfz-Steuer wie auch die Umweltprämie für die Neuanschaffung umweltfreundlicher Fahrzeuge bei gleichzeitiger Verschrottung eines mindestens neun Jahre alten Fahrzeuges seien ein Beitrag zur raschen Erneuerung der Fahrzeugflotte und damit teil einer klugen Klimaschutzpolitik. Wissmann verwies darauf, dass allein eine Reduktion der derzeit im Durchschnitt neun Jahre alten Fahrzeugflotte um ein Jahr zwei Millionen Tonnen CO2 einspare. Ähnlich sieht der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) die Entscheidungen des Bundeskabinetts. Die Umweltprämie von 2.500 Euro sei ein wichtiger Schritt, den Austausch alter gegen neue abgas- und CO2-arme Fahrzeuge zu beleben und damit Arbeitsplätze in der gesamten Industrie zu sichern. Wichtig sei, das die Kaufprämie ab sofort gilt, weil dadurch Kaufentscheidungen nicht weiter hinausgezögert würden. Auch der Auto Club Europa (ACE) lobte die Verschrottungsprämie. Ein solcher Impuls bringe Vorteile für Konsumenten, sichere Beschäftigung, sei gut für die Umwelt und könne die Absatzkrise der Autobranche überwinden helfen, sagte Verbandspräsident Wolfgang Rose. Zu dem Plan, im Rahmen des Konjunkturprogramms auch mehr Mittel in den Straßenbau zu lenken, sagte Rose, sein Club sehe darin nicht zuletzt einen Beitrag für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Vorrang habe dabei die Sanierung und der Ausbau vorhandener Strecken. Ganz anders beurteilte der Verkehrsclub Deutschland (VCD) die Beschlüsse des Bundeskabinetts. Der VCD kritisiert, dass die so genannte Umweltprämie an keinerlei Umweltkriterien geknüpft sei und so auch der Kauf von Spritschluckern vom Staat subventioniert werde. Zudem sie es nicht zwangsläufig umweltfreundlicher, einen Neuwagen zu kaufen statt einen Gebrauchtwagen weiter zu fahren. Die Produktion eines Neuwagens verbrauche in etwa so viel Energie wie der durchschnittliche Autofahrer in zwei Jahren verfahre. Wenn nun kleine, ältere Neuwagen durch große, neue ersetzt würden, könne es sein, dass der Neuwagen sogar mehr Schadstoffe erzeuge und Sprit verbrauche.

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Foto: Torsten Zimmermann/WWW.TOZIGRAFIE.DE

Datum

13. Januar 2009
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