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Ford Ka: Kurz und knapp

Ford hat den Ka überarbeitet. Das Gute dabei: Der Preis bleibt unter 8.405 Euro netto.

Sozialdienste und andere in der Stadt operierende Unternehmen suchen bezahlbare Kleinwagen. Der Ford Ka ist vom Preis ein Kleinstwagen, von der Größe her eigentlich nicht: Mit seinem neuen Konzept liegt der Ford Ka+ irgendwo dazwischen – und da liegt er ganz gut. Die Verwandlung von der Knutschkugel zum Praktiker ist dem Ford Ka gelungen, ab Oktober steht er zum Preis von mindestens 8.394 Euro netto beim Händler.

Warb der Ford Ka seit 1996 mit Knutschkugel-Design um die Gunst junger, urbaner Kundschaft, sind es nun andere Argumente, die für ihn sprechen: Fünf Türen, 3,93 Meter Länge und entsprechend einigermaßen kommode Platzverhältnisse in der zweiten Reihe, 270 Litern Kofferraumvolumen und ein Preis, der in der Kleinstwagenklasse angesiedelt ist. Klar, dass nun auch das Design mit der typischen Ford-Frontoptik eher auf Praxistauglichkeit als Anmut getrimmten ist.

In Sachen Größenwachstum kommt dem kleinsten Ford vor allem die B-Plattform zugute, die auch die Basis für Fiesta oder B-Max bildet. Mit nun 3,93 Metern Länge (+ 30 cm) streckt sich der Ka+ fast auf Kleinwagen-Niveau, bleibt dabei recht übersichtlich.

Darüber hinaus sorgt die Kleinwagen-Basis auch ein ausgesprochen ausbalanciertes Fahrverhalten. Der Ka+ federt straff, aber nicht unkomfortabel, lässt sich auch dank der geschwindigkeitsabhängigen Servolenkung (Serie) präzise steuern.

Für den Antrieb offeriert Ford einen 1,2-Liter-Saugbenziner mit 70 PS und 85 PS. Schon der Sprintwert des stärkeren Aggregats, mit dem der Testwagen ausgestattet war, lässt es erahnen: In 13,3 Sekunden von null auf 100 km/h lässt kaum echte Fahrfreude aufkommen. Zumal der Motor recht hohe Drehzahlen braucht und der Fahrer fleißig das manuelle Fünfganggetriebe bedienen muss, um zackig vom Fleck zu kommen.

Andererseits ist das bevorzugte Einsatzgebiet eines Autos unter vier Metern eben nicht die Autobahn, in der Stadt fällt die mangelnde Durchzugskraft weniger auf. Und: Trotz exzessiven Ausfahrens der Gänge und übermäßiger Klimaanlagen-Beanspruchung am heißen Testtag blieb der der Ka+ auf der Testfahrt unter sieben Litern – nicht unbedingt selbstverständlich. Den Normverbrauch gibt Ford mit 5,0 Litern an.

Der Preis des Ka+ ist mit 8.394 Euro eine Kampfansage an die durchweg kleineren Opel Karl (ab 9.500 Euro), Suzuki Celerio (8.142 Euro) und Co. Dabei ist die Basisversion nicht völlig nackt: Elektrische Fensterheber und Außenspiegel, teilbare Rücksitzlehne, geschwindigkeitsabhängige Servolenkung und Zentralverriegelung mit Fernbedienung sind an Bord. Radio und Klimaanlage kosten im Paket 798 Euro.

Der größere Motor kann nur mit der zweiten Ausstattungslinie kombiniert werden (ab 9.579 Euro), die unter anderem Klimaanlage sowie CD-Radio mit Konnektivitätsfunktionen beinhaltet. Da der kleinste Ford die Infotainment-Basis des schon etwas älteren Fiesta übernimmt, sind lediglich einfachere Funktionen wie Freisprecheinrichtung, Sprachsteuerung, Musik vom Smartphone abspielen oder SMS vorlesen möglich.

Autor

Foto

Frod

Datum

23. September 2016
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