Sie sind hier: Nachrichten
4.9.2010

 

 

 

Bildergalerie

Anzeigen

News

Fahrbericht: VW Phaeton

Von: Hanno Boblenz

16.06.2010
VW Phaeton präsentiert sich mit neuem Gesicht

 

 

 

Bilder: Hersteller

Nur wenige Wochen nach dem Audi A8 schickt der VW-Konzern das zweite, neue Oberklasse-Modell ins Rennen um die Gunst der betuchten Autokäufer. Wobei neu nur bedingt stimmt. Im Rahmen eines grundlegenden Facelifts wurde die 5,05 Meter lange und inzwischen acht Jahre alte Limousine vor allem optisch auf Vordermann gebracht und dem neuen Familiengesicht der Marke angebracht. Bei Motoren und dem für Tempo 300 ausgelegten Luftfederungs-Fahrwerk des allradgetriebenen Phaeton sahen die Ingenieure keinen Handlungsbedarf.

Der Innenraum

Die Überarbeitung hat dem Phaeton gut getan. Verarbeitung und Materialien sind top, selbst wenn das Armaturenbrett im Vergleich zu dem geschwungenen Cockpit eines Audi A8 recht konventionell wirkt. Die meisten Besitzer werden aber wohl hinten Platz nehmen, speziell in Ländern wie China, dem Land, das VW als den großen Zukunftsmarkt für den Phaeton ausgemacht hat. Schon deshalb wird es das Auto weiter auf Wunsch mit zwölf Zentimeter verlängertem Radstand geben (6.470 Euro netto Aufpreis) sowie mit vier oder fünf Sitzen.

Das Klima

In China mag man es gerne protzig und wird sich deshalb vielleicht auch weniger an dem riesigen Bedienelement der Fond-Klimaanlage stören, das hinten wie ein Fremdkörper auf dem Mitteltunnel thront. Dafür arbeitet die Vierzonen-Klimaautomatik nahezu zugfrei. Um die Passagiere nicht anzupusten, gelangt kalte oder warme Luft indirekt über automatisch öffnende und schließende Ausströmer in den Innenraum. 25 Elektromotoren steuern die Luftverteilung perfekt.

Die Assistenzsysteme

Auch was die Assistenzsysteme angeht, hat der VW nachgezogen. Ein adaptiver Tempomat, der selbstständig bis zum Stillstand runterbremst ist ebenso erhältlich wie Totwinkelassistent. Auf Wunsch erkennt der Phaeton nun Tempolimits sowie erstmals auch Zusätze wie „bei Regen“ und zeigt sie im Zentraldisplay an. Ermöglicht wird dies mit Hilfe einer Frontkamera. Sie misst nachts zudem den Abstand zum vorausfahrenden Auto und schiebt den Lichtkegel bis an dessen Heck. Kommt ein Auto entgegen, werden zusätzlich einzelne Bereiche des Lichtkegels stufenlos abgeblendet. Und das Navi nutzt nun ähnlich wie im Audi A8 Online-Dienste. So lassen sich Points of Interest über Google abrufen und als Ziel einpflegen.

Die Motoren

Für die erste Ausfahrt in China stand das VW-Flaggschiff mit dem V6-Benziner zur Verfügung. Der 3,6-Litermotor läuft erwartungsgemäß leise und ist mit einer klassischen Sechsgang-Wandlerautomatik gekoppelt. Um nur im Verkehr mitzuschwimmen und ohne größere Ambitionen genügen die 280 PS. Beim Überholen oder bergauf will das Gaspedal aber kräftig getreten werden. Doch selbst wenn der Vierventiler bis an den roten Bereich dreht, bleibt er dabei angenehm leise. Überhaupt fällt schnell auf: der Phaeton ist ein unaufgeregtes, komfortables Reisefahrzeug, dessen Luftfederung auch üble Straßenschäden wegsteckt.

Die Preise

Seit der Markteinführung im Jahr 2202 hat VW bescheidene 21.500 Phaeton verkauft. Der Neue soll nun hauptsächlich in China Boden gut machen, wo VW schon in diesem Jahr 3.000 Stück verkaufen will. Ob das angesichts des für die Luxusklasse fehlenden Image und angesichts der starken Konkurrenz im eigenen Haus auch in Deutschland klappt, bleibt abzuwarten. Zumal die Wolfsburger auch selbstbewusst an der Preisschraube gedreht haben. Der 3.0 V6 TDI kostet knapp 56.000 Euro netto, der V6-Benziner etwas unter 60.000 Euro. Damit ist der VW nicht mehr weit weg vom Preisniveau des neuen Audi A8 (ab 60.700 Euro). Zum Überholen wird der Phaeton aber frühestens 2013 ansetzen: Dann soll der Luxus-VW komplett neu an den Start gehen.

 


Schließen
Versende diesen Artikel
Send this form

Bookmark bei: Mr.Wong Bookmarken bei: Webnews Bookmarken bei: Oneview Bookmarken bei: Delicious

Service

30.08.10

ETM Verlag bringt die IAA-Guide App 2010

ETM Verlag bringt die IAA-Guide App 2010

Im Vorfeld der 63. IAA Nutzfahrzeuge startet die erste IAA-Guide 2010 App vom Fachmagazin lastauto omnibus aus dem...


27.08.10

Der befristete Führerschein kommt

Der befristete Führerschein kommt

Vor vier Jahren hatte das EU-Parlament einen europaweit einheitlichen Führerschein beschlossen, dessen Gültigkeit...


24.08.10

Vorsicht bei Tiefgaragenausfahrten

Vorsicht bei Tiefgaragenausfahrten

Bei der Ausfahrt aus einer Tiefgarage muss ein Autofahrer besonders vorsichtig sein. Er haftet bei einem Crash mit -...


Auto

02.09.10

Ford Focus - Kaum noch getarnt

Ford Focus - Kaum noch getarnt

Die dritte Generation des Ford Focus steht vor der Tür - und inzwischen drehen die Prototypen nur noch leicht getarnt...


01.09.10

Sparsamer Turbo für den Fiat 500

Sparsamer Turbo für den Fiat 500

Fiat hat für das Modell 500 einen Zweizylinder-Benziner mit Turboaufladung entwickelt, der sich durch einen besonders...


01.09.10

Toyota macht sich wieder ganz klein

Toyota macht sich wieder ganz klein

Toyota kehrt in das Segment der kleinen Vans zurück. Auf dem Pariser Salon (2. bis 17. Oktober) feiert der Verso-S...


Management

31.08.10

Studie: Sicherheit im Fuhrpark wichtig

Sicherheit ist wichtiges Auswahlkriterium im Fuhrpark

Elektronische Fahrzeugsicherheit steht europaweit an dritter Stelle, wenn es um die Entscheidung geht, welche Autos in...


31.08.10

Umweltaspekt gewinnt an Bedeutung

Umweltaspekt wird im Fuhrpark wichtiger

Der Umweltaspekt spielt bei der Zusammenstellung des Pkw-Fuhrparks zunehmend eine Rolle. Das besagt die Studie...


20.08.10

Audi will in der Oberklasse angreifen

Audi will Abstand zu BMW und Mercedes-Benz in der Oberklasse verkürzen

Audi will seine Oberklasse-Verkäufe steigern und damit den Abstand zu den Konkurrenten BMW und Mercedes-Benz verkürzen....



undefinedHier geht´s zum Nachrichtenarchiv >>