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Jeep Cherokee 2.2 Multijet Limited: Gestärkter Komfortriese

Den Jeep Cherokee gibt es mit neuem 2,2-Liter-Diesel. Der Selbstzünder leistet 185 und 200 PS, verbraucht lediglich 5,7 Liter und hält auch ohne SCR-Kat die Euro-6-Norm ein.

Dienstwagen zählen gemeinhin als Motivationsmittel. Kein Wunder, dass auch in Fuhrparks der Run auf die beliebten SUV zunimmt. Die dicken Business-Wagen werden aber meist nur unter einer Prämisse durchgewunken: Unter der Haube möge doch bitte ein moderner und sparsamer  Diesel stecken. Jeep tat deshalb gut daran, beim Cherokee den alten Euro 5-Diesel mit zwei Liter Hubraum und 170 PS durch ein neues 2,2-Liter-Aggregat (Euro 6 und wahlweise 185 und 200 PS) zu ersetzen.

Preislich auf Augenhöhe mit Audi Q5 und BMW X3

Die schwächere Version startet ab 34.117 Euro. Womit der Cherokee nur ein paar Hundert Euro günstiger ist als ein Audi Q5 oder BMW X3. Während Fahrer der Konkurrenz-Modelle aber selbst schalten müssen, kombiniert Jeep seinen neuen Selbstzünder immer mit einer Neungang-Automatik. Den 200-PS-Diesel gibt es ausschließlich in der höheren Ausstattungslinie Limited ab 38.571 Euro. Die wichtigsten Geschäftswagen-Features inklusive: Tempomat, Navi, Einparkhilfe mit Rückfahrkamera, Keyless-Go, Xenon-Scheinwerfer und sogar eine induktive Ladeschale fürs Smartphone.

Bevor Technik-Nerds jetzt ausflippen: Unser brandneues iPhone 6S wollte der Jeep ohne Kabel nicht aufladen. Auch die SMS-Vorlesefunktion verweigerte er beim iPhone ebenfalls. Was aber beides nicht nur am Cherokee liegt. Autos und Smartphones stehen bei der Bluetooth-Verbindung schon länger auf Kriegsfuß. Und derzeit gibt es nur wenige Handy-Modelle, die auch die neue induktive Lade-Technik ohne weiteres Zubehör packen. Alles in allem bringt das Infotainmentsystem samt Touchscreen aber alles mit, was es braucht. Ein großes, gut positioniertes Display, ein schnelles Navi und eine simple Menüführung. Schade nur, dass der Jeep nicht gerade selten bei Sprachkommandos herumzickt.

Erwähnenswert sind die dicken, sehr bequemen Ledersessel. Die schonen das Sitzfleisch und unterstreichen die Vorliebe des Cherokee: die ruhige Gangart nämlich. Während wir zurückgelehnt und weit oben auf weichem Sitz thronend zum nächsten Termin cruisen, hält der Jeep derweil automatisch den Abstand zum Vordermann, die Geschwindigkeit und unterstützend die Spur – alles sehr gekonnt und zuverlässig. Wenn dann noch klassische Musik durch die Lautsprecher der Alpine-Soundanlage schallt, wähnen wir uns fast schon auf der heimischen Couch. Ach ja, unser Testwagen windet sich sogar eigenständig in enge Parktaschen. Nicht ganz unwichtig bei den unübersichtlichen Rundungen. Außendienst kann eben doch stressfrei sein. Vorausgesetzt allerdings, der Flottenmanager macht den Geldbeutel für das 1.890 Euro teure Technologiepaket locker.

Kraftvoller Antritt, schnelle Automatik

Nicht, dass Sie nun denken der Cherokee sei ein weichgespülter Ami-SUV. Das Fahrwerk ist europäisch straff. Und 440 Nm Drehmoment auf alle vier Räder verteilt wuppen den Zweitonner in 8,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Die Neungang-Automatik serviert passgenau und ruckelfrei die richtigen Gänge. Was auch den niedrigen Gesamtverbrauch erklärt: 6,9 Liter waren es bei zurückhaltender Fahrt, auf zügigen Autobahnetappen mit Tempo 160 gönnte er sich rund 7,5 Liter. Ab und an übertreibt es der Jeep allerdings mit seinem Sparwillen, legt einen zu hohen Gang ein und brummelt im Stadtverkehr untertourig vor sich hin. Euro 6 hält der Selbstzünder übrigens ganz ohne Adblue-Zusatz ein. Für die Abgasreinigung reicht dem Cherokee ein Stickoxid-Speicherkatalysator.

Autor

Foto

Karl-Heinz Augustin

Datum

9. November 2015
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