Arval, Jeff Boders und Markus Schulz (rechts) Zoom

Jeff Bolders und Marcus Schulz: Arval-Spitze im Interview

Jeff Bolders und Marcus Schulz leiten seit einem Jahr die Geschäfte von Arval. Im Interview spricht das Duo über Ziele, Trends und Strategien.

Wen wollen Sie mit den neuen Produkten Arval Driver Solutions und Arval Smart Experience erreichen?
Jeff Bolders: Mit Arval Driver Solutions wollen wir Unternehmen zukünftig noch stärker beim Management der Dienstwagennutzer entlasten: hier haben wir vor allem Unternehmen im Blick, die keinen eigenen Fuhrparkleiter haben oder die Flotten-Verantwortung bei Mitarbeitern liegt, die sich dem Fuhrpark nicht vollumfänglich widmen können. Mit Arval Smart Experience richten wir uns an die Fuhrparkmanager und die Dienstwagennutzer: Unsere neuen Produkte erleichtern Fuhrparkleitern das Leben, nehmen ihnen tägliche Arbeit ab und liefern einen schnellen Überblick über die Flotte. Gleichzeitig machen wir die Serviceleistungen von Arval für die Dienstwagenfahrer noch greifbarer und steigern so ihre Zufriedenheit.
 
Sind Fuhrparkleiter und Fahrer reif für Apps und soziale Netzwerke?
Marcus Schulz: Wir sehen einen klaren Trend in diese Richtung. Die neue Generation Dienstwagenfahrer will nicht mehr nur auf E-Mails und Telefon-Hotlines angewiesen sein, sondern ihr Smartphone in die Hand nehmen und mit uns über soziale Netzwerke wie Facebook kommunizieren. Ab heute kann egal wo und wann auf die Flottendaten zugegriffen werden.
Bolders: Soziale Netzwerke sind auch für Flottenmanager ein neuer Weg, an Informationen zu gelangen. Deshalb stellen wir uns mit Twitter, Facebook, Google+, Youtube und Xing breit auf. Auch das Kommunikationsverhalten innerhalb der Unternehmen, so beispielsweise zwischen Fahrern und Fuhrparkleitern, verlagert sich zunehmend in Chats sozialer Netzwerke.
 
Geht der Trend in Richtung Outsourcing weiter?
Schulz: Ja, definitiv. Das Fuhrparkgeschäft wird immer komplexer und umfangreicher. Das ist für die Unternehmen  alleine gar nicht mehr zu bewältigen. Wir setzen mit Arval Driver Solutions genau an diesem Punkt an und bündeln unsere Dienstleistungen rund um die Betreuung der Fahrer. Es macht Sinn, alle Module an einen Dienstleister zu übertragen. Dann hat der Fahrer immer einen Ansprechpartner für alle Themen, egal ob es um den Reifenwechsel oder die verloren gegangene Tankkarte geht.
 
Corporate Carsharing ist ebenfalls ein Trend. Wann steigt Arval ein?
Bolders: Wir haben bereits Unternehmens-Flotten in den Niederlanden in denen wir Corporate Carsharing testen. Wir wollen herausfinden für wen sich Carsharing-Modelle rechnen und welche Funktionen das Corporate Carsharing-Angebot beinhalten muss. Unsere Fahrzeuge lassen sich beispielsweise per Smartphone-App öffnen. Das Pilotprojekt läuft noch und wir werden die Erkenntnisse natürlich für unseren Markt nutzen.
 
Welche Rolle nimmt der deutsche ­Full-Service-Leasingmarkt für die Arval Gruppe ein?
Bolders:  Die Nachfrage in Deutschland ist nicht so ausgeprägt wie in anderen Ländern. Das klingt zunächst negativ, doch für uns stellt es auch Potenzial dar. Denn der deutsche Leasingmarkt wächst, in den nächsten Jahren werden sich deutsche Unternehmen vermehrt für Leasing entscheiden. Mit unseren beiden neuen Produkten wollen wir  Marktanteile gewinnen.
 
Arval wechselt seinen Standort innerhalb Münchens, auch um die Mitarbeiterzahl aufzustocken. In welchen Geschäftsbereichen wird Arval wachsen?
Schulz: Wir wollen in Zukunft mit unseren Schwesterunternehmen innerhalb der BNP Paribas Germany, stärker zusammenarbeiten. So können wir  Kooperationen ausbauen und unsere Kunden in Bezug auf Fahrzeugbeschaffung und Finanzierung des Fuhrparks besser beraten. Wir haben bereits in anderen Ländern die Erfahrung gemacht, dass daraus ein enormer Wachstumsschub generiert wird.
 
Profitieren davon auch Ihre bestehenden Kunden?
Schulz: Mit unseren neuen Ideen wollen wir nicht nur Kunden hinzu gewinnen, sondern auch mit unseren Bestandskunden wachsen. Deshalb bauen wir unsere Dienstleistung stetig aus. Eine erfolgreiche Einführung aus der Vergangenheit ist beispielsweise unsere Account-Team-Struktur. Jeder Kunde wird von einem Spezialistenteam aus allen am Fuhrparkprozess beteiligten Fachbereichen betreut. Diese Teams operieren quasi als kleine Leasingunternehmen innerhalb von Arval und können so schneller und zielgerichtet auf Kundenwünsche eingehen.

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Arval

Datum

16. Februar 2015
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