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Kameraüberwachung am Steuer: Big Brother oder Sicherheits-Plus?

Wird der Fahrer künftig von seinem eigenen Auto beobachtet? Das befürchten Verkehrsexperten und Politiker.

Bei Politikern und Verkehrsexperten stößt die Autoindustrie mit Plänen zur Datenerhebung beim automatisierten Fahren auf Widerstand. Insbesondere monieren die Experten laut einem Bericht des Magazins "Stern" an der vorgeschlagenen Kameraüberwachung des Fahrers. Sie soll beim Fahren mit einem Autopilot verhindern, dass der Lenker hinter dem Volant des autonom fahrenden Autos einschläft.

Experten des Verbands der Automobilindustrie (VDA) haben dem Bericht zufolge in einer vom Bundesverkehrsministerium eingerichteten Lobbyistenrunde die Installation einer so genannten Fahreraktivitätserkennung vorgeschlagen, die zum Beispiel mit einer Innenraumkamera arbeitet. In einer jüngsten Sitzung des hinter verschlossenen Türen tagenden Runden Tisches des Verkehrsministeriums gab es Kritik an diesen Plänen. Ein Teilnehmer sagte nach Informationen des "Stern", eine Dauerüberwachung per Kamera klinge nach "Big Brother".

VDA: Vorwürfe sind abwegig

Im Resümee der Sitzung, aus dem die Zeitschrift zitiert, heißt es dennoch: "Eine Fahreraktivitätserkennung sollte zur Abwendung von vorhersehbarem Fehlgebrauch (z.B. Schlaf) integraler Bestandteil des Gesamtsystems sein." Gegenüber dem "Stern" wies der VDA den Vorwurf der Überwachung als "abwegig" zurück. Zugleich ließ der Verband die Frage nach dem Einsatz von Kameras offen. Man wolle "technologieoffen" vorgehen.

Heutige Systeme zur Müdigkeitserkennung schließen beispielsweise über das Lenkverhalten auf die Ermüdung des Fahrers. Die geplante Fahreraktivitätserkennung würde über diese Systeme offenbar deutlich hinausgehen.

Autor

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Daimler

Datum

28. Mai 2014
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