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Keyless-Go: Diebe können Signale abfangen

Schlüssellose Zugangssystem für den Firmenwagen sind praktisch, aber angreifbar. Schon mehrere Autos wurden geknackt.

Autos mit schlüssellosen Schließsystemen sind leichte Beute für Kriminelle. In mehreren Stichproben mit Fahrzeugen verschiedener Hersteller gelang es Journalisten der Zeitschrift "Auto Bild", die Funksignale des sogenannten "Keyless-Go"-Schlüssels abzufangen und anschließend zu Öffnen des Wagens sowie zum Starten des Motors zu nutzen. Nötig waren dazu zwei sogenannte Reichweitenverlängerer für Funksignale aus dem Geheimdienstbedarf. Eines der Geräte nahm das Funksignal in der Nähe des Fahrers auf und leitete es zum zweiten Exemplar in Fahrzeugnähe weiter. Von dort sorgte es für ein Entriegeln der Türen; auch der Motor ließ sich anschließend in den meisten Fällen starten. Das betrifft sowohl Fahrzeuge von Volumenherstellern als auch solche von Premiummarken.

Dem Bericht zufolge hat es bereits mehr als 100 derart durchgeführte Autodiebstähle gegeben. Der technische Aufwand sei für Diebe gering. Anstelle des rund 35.000 Euro teuren Reichweitenverlängerers ließe sich ein geeignetes Gerät mit dem entsprechenden Knowhow für weniger als 100 Euro nachbauen. Verhindern lässt sich der Funkdaten-Klau unter anderem dadurch, dass der Autoschlüssel in einem Metallbehältnis vor dem Abhören geschützt wird. Das kann eine Keksdose sein, aber auch Alufolie oder ein Kühlschrank. Die sicherste Option jedoch scheint der Verzicht auf schlüssellose Schließ- und Startsysteme.

Autor

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Volvo

Datum

12. Januar 2016
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