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Kompakte Kombis: Fünf Außenseiter mit Dienstwagenpotenzial

Praktischer und billiger als ein SUV: Der Kompakt-Kombi ist das Auto für den vernunftorientierten Dienstwagenfahrer. Langweilig sind die handlichen Transportwunder deshalb noch lange nicht.

Kompakte Kombis traten lange Zeit nur als biedere Handwerkerautos in Erscheinung. Mittlerweile müssen sie sich aber weder optisch noch technisch hinter ihren großen Kombi-Geschwistern aus der Mittelklasse verstecken. Das Angebot ist zwar immer noch klein, dafür aber fein. Eine Übersicht der interessantesten Modelle.

Honda Civic Tourer – der Praktische

Nicht nur das üppige Ladevolumen von nahezu 1.700 Litern macht den Civic Tourer zum möglicherweise praktischsten Modell seiner Klasse. Auch nicht der ebene Kofferraumboden bei umgeklappter Rücksitzbank oder die niedrige Ladekante. Vielmehr sind es die Kinositze im Fond. Deren Flächen nämlich lassen sich wie im Lichtspielhaus hochklappen, so dass sich der Fuß- zum Laderaum erweitert. Topfpflanzen, Fahrräder oder sonstige anspruchsvolle Transport-Herausforderungen lassen sich so locker meistern. Eine Honda-Spezialität, die nirgendwo anders zu bekommen ist. Der Preis für den in Großbritannien gebauten Kombi startet bei 18.705 Euro netto. Dann ist der empfehlenswerten Dieselmotor (120 PS) an Bord, allerdings noch sehr wenig Ausstattung.

Seat Leon X-Perience – die SUV-Alternative

Kombis im Offroad-Look kennt man sonst nur aus der Mittelklasse. Seat bietet seit 2014 auch sein Kompaktmodell Leon ST in kerniger Optik an: Für den robusten Auftritt sorgen vor allem spezielle Karosserie-Anbauteile, etwa Schutzplanken an den Schwellern und Radhäusern oder ein modifizierter Heckstoßfänger mit angedeutetem Unterfahrschutz im Alu-Look. Zudem wurde die Karosserie einige Millimeter höher gelegt. Allradantrieb ist nicht Serie, aber zumindest bestellbar, so dass der Seat mehr als ein reines Showcar ist. Der Preis für den Landlust-Leon liegt bei mindestens 20.663 Euro für den 125 PS starken Benziner und Frontantrieb. Das günstigste Allradmodell (110-PS-Diesel) startet bei 29.000 Euro. Ohne Offroad-Optik gibt es letztgenannte Variante ab 22.218 Euro.

VW Golf R – der Rennkombi

Lange Jahre hat VW den Golf Variante eher stiefmütterlich behandelt. Das scheinen die Wolfsburger nun wieder gut machen zu wollen und bieten die aktuelle Generation erstmals auch in mehreren Sport-Ausführungen an. Die spektakulärste: der R Variant mit 300 PS Leistung aus vier turbobelüfteten Zylindern. Dazu gibt es Allradantrieb, Sportfahrwerk und eine dezent modifizierte Karosserie. Lediglich 5,1 Sekunden braucht der Rennkombi für den Spurt auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 250 km/h begrenzt. Der Normverbrauch von sieben Litern ist eher theoretischer Natur. Handfest hingegen der Preis: 36.512 Euro werden als Startpreis fällig – teurer ist kein anderer Golf in Deutschland.

Toyota Auris Touring Sports Hybrid – der Sparsame

Benzin, Diesel, Erdgas, LPG – das Angebot an Antriebsarten ist groß in der Klasse der kompakten Kombis. Mit Hybridtechnik allerdings kann nur ein einziges Modell aufwarten: der Toyota Auris Touring Sports. Der geräumige Japaner nutzt die gleiche Technik wie etwa auch der Prius, fährt in der Regel effizient im Doppelmotorbetrieb, kann kurzzeitig aber auch rein elektrisch betrieben werden. Der Normverbrauch der 136 PS starken Antriebskombination aus Benziner und Elektromotor liegt bei 3,5 Litern, die Preisliste startet bei 17.806 Euro (Aktionspreis bis Ende Oktober). Damit ist der Hybrid ausstattungsbereinigt deutlich günstiger als das vergleichbare Dieselmodell (112 PS).

Dacia Logan MCV – der Billige

Wer wirklich massiv sparen will, sollte das jedoch beim Kaufpreis tun. Mit 6.714 Euro ist die Kombivariante des Dacia Logan das mit Abstand günstigste Angebot seiner Klasse. Allerdings sieht man das dem leicht unförmigen Kasten deutlich an – noch stärker als den anderen Modellen der Marke, die moderner und ansehnlicher wirken. Der Logan MCV ist eben ein durch und durch nüchternes Vernunftauto. Zur Basisausstattung zählen mittlerweile immerhin ESP und Servolenkung, ersteres, weil es Pflicht ist. Fast alles andere muss dazu gekauft werden. Doch auch dann bleibt der Rumäne günstig. Mit dem teuersten Motor (90-PS-Diesel) und mit Vollausstattung kommt man kaum auf 12.605 Euro. Dafür gibt es bei der Konkurrenz nicht einmal ein nacktes Einstiegsmodell.

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Honda

Datum

1. August 2016
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