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Leasing von Transportern: Wer bietet was?

Leasing boomt, auch für Transporter. Doch nicht alle Leasinggesellschaften sind gleich gut aufgestellt. FIRMENAUTO sagt, wer was was bietet und worauf es ankommt.

Transporter liegen im Trend: Allein im vergangenen Jahr stiegen die Transporter-Neuzulassungen laut Dataforce im relevanten Flottenmarkt um 10,8 Prozent, macht insgesamt rund 398.000 Transporter im Jahr 2016. Zu den meistverkauften Modellen gehören: VW Transporter, Mercedes Sprinter, VW Caddy, Mercedes Vito und VW Crafter.

Wie im Pkw-Bereich spielen auch hier die Autobanken der Hersteller eine wichtige Rolle als Absatzkanal und richten ihr Portfolio entsprechend der Transporter-Klientel aus. Dazu gehören unter anderem Full-Service-Angebote mit saisonalem Reifenwechsel via Mobile Fitting, Wartung, Verschleiß oder Versicherung. "Zusätzlich stehen den Unternehmen eine große Auswahl an verschiedensten Aus- und Aufbauten zur Verfügung", sagt Tim Beltermann, Vertriebschef der BMW-Tochter Alphabet.

Online-Services werden wichtiger

Hier sind die Prozesse zwischen Auslieferung, Zulassung, Einbaukoordination und Beklebung eine wichtige zeitliche und finanzielle Komponente. Darüber hinaus werden Online-Services wie das Online-Portal My ALD auch für Transporterkunden immer wichtiger. "Dies bleibt ein wichtiger Faktor, um zukünftig auf die sich verändernden Anforderungen adäquat reagieren zu können", erklärt Karsten Rösel, Geschäftsführer ALD Automotive.

Zoom Transporter Foto: Hersteller

Insgesamt zeichnet sich der Transporter-Markt durch einen extrem hohen Grad an Individualisierung aus. Vor allem die Bandbreite an Einsatzzwecken und den damit einhergehenden Ein-, Auf- und Umbauten ist sehr groß. Hier haben beispielsweise die Experten von Volkswagen Financial Services mit dem Produkt Care-Port Logistics reagiert und ein Mobilitätspaket geschaffen, das die spezifischen Bedürfnisse von Kurier-, Express- und Paketdiensten trifft.

Ohne Fachwissen geht nichts

Insbesondere die Kalkulation von Einbauten erfordert Fachwissen, nicht nur aufseiten der Fuhrparkleiter. Um das zu gewährleisten, bilden die meisten Leasinggesellschaften wie Atlas, Athlon, Daimler Fleet, Lease Plan, Sixt Leasing oder VW Leasing ihre Mitarbeiter speziell aus. Teilweise stehen eigene Fachabteilungen zur Verfügung.

Zoom Toyota Proace, 2016 Foto: Toyota

Die Konfiguration ist beim Transporterleasing genauso wichtig wie das Zusammenführen von Fahrzeug, Einbau und späterem Ausbau, Aufbau und Sonderzubehör. Etwa, dass die Innenausbauten von einem Fahrzeug in das nächste übernommen werden können. Dazu eignen sich die Systeme der großen Hersteller wie Bott oder Sortimo. Einige Anbieter haben dazu ihre Konfiguratoren so programmiert, dass sie Angaben wie Laderaumvolumen, Gewichtsvarianten, Listenpreise oder mögliche Aufbauten berücksichtigen.

Natürlich muss der Leasingvertrag entsprechend gestaltet sein. Doch können nachträgliche Einbauten überhaupt in den Leasingvertrag miteinbezogen werden? Das ist bei vielen Leasinggesellschaften möglich. Allerdings muss zuvor in den meisten Fällen eine gesonderte Restwertermittlung fällig, gegebenenfalls ist sogar eine erneute Bonitätsprüfung erforderlich.

"Anders als beim geleasten Dienstwagen steht der Transporter als Werkzeug im Vordergrund. Bedingt durch gesetzliche Vorschriften und mögliche differenzierte steuerliche Abschreibungszeiten, gibt es bei den Dienstleistungen wie Instandhaltung, Reifen oder Versicherung Anpassungen, die den Besonderheiten bei Transportern Rechnung tragen", sagt Matthias Martwich, Abteilungsleiter Nutzfahrzeuge bei Lease Plan.

Aufgrund der deutlich längeren Laufzeiten und höheren Laufleistungen spielen Themen wie Schadenmanagement, Wartung und Verschleiß eine wichtige Rolle. "Jede Minute, die ein Transporter nicht im Einsatz ist, kann das Unternehmen kein Geld mit dem Fahrzeug verdienen", fügt Vinzenz Pflanz, Vertriebschef von Sixt Leasing hinzu. Gerade deswegen spielen die Total Cost of Ownership im Vergleich zum reinen Pkw-Bereich eine noch entscheidendere Rolle und schlagen deutlich stärker zu Buche.

Denn Transporter sind in erster Linie ein Arbeitsmittel und kein Incentive für die Fahrer. Das führt dazu, dass Fuhrparkmanager auch deutlich größere Kenntnisse im Hinblick auf die korrekte Kalkulation unterschiedlicher Leasingmodelle besitzen sollten. Das gilt sowohl für die Vollamortisation als auch für die Teilamortisation. Hinzu kommen fundierte Kenntnisse und Prozesse bei der Weitervermarktung.

Die Individualität des Transportermarkts spiegelt sich auch in den Einsatzzwecken wider. Zum Beispiel haben die Experten von VW Financial Services mit Produkt Care-Port Logistics ein Mobilitätspaket geschaffen, das die Bedürfnisse von Kurier-, Express- und Paketdiensten trifft. So sind dort neben einem umfassenden Full-Service-Paket auch Telematikdienste integriert.

Fuhrparkmanager sollten laut VW Financial Services in erster Linie dem Motto folgen: "So viel Standardisierung wie möglich, so viel Individualisierung wie nötig." Entsprechend vorteilhaft sind in diesem Kontext Auf- und Einbauten, die dem Baukastenprinzip folgen. Sind diese vollamortisiert und der Leasingvertrag des Fahrzeugs läuft aus, sollten die Auf- oder Umbauten auch aufs nächste Fahrzeug passen.

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Datum

7. Juni 2017
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