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Lichtentwicklung: BMW tüftelt an neuen Technologien

Halogenscheinwerfer, Xenon-, ja selbst das Voll-LED-Licht könnten bald ausgedient haben, denn BMW arbeitet mit Hochdruck an einer völlig neuen, innovativen Technik: dem Laserlicht. Was auf der IAA in der Sportwagenstudie i8 erstmals vorgestellt wurde, könnte in drei bis fünf Jahren in Serie gehen, schätzen die Bayern.

Die Vorteile von Laserlicht liegen auf der Hand: Laserlicht schwingt synchron, dadurch breitet es sich nahezu parallel aus. Einzelne Bereiche kann der Scheinwerfer gezielt ausleuchten, ohne den Gegenverkehr zu blenden. Für Mensch und Tier ist das Laserlicht ungefährlich, da das ursprünglich blaue Licht direkt im Scheinwerfer mittels Phosphor-Leuchtstoff umgewandelt wird. Das Ergebnis ist ein sehr helles, weißes Licht. Im Vergleich zu LED benötigt das neue Scheinwerfersystem nur halb so viel Energie, das hilft den Kraftstoffverbrauch zu senken. Darüber hinaus sind die Laserdioden 100 Mal kleiner als die ohnehin schon nur einen Millimeter großen LEDs und eröffnen neue Möglichkeiten bei der Gestaltung der Scheinwerfer.

Mehr Sicherheit mit Dynamic Light Spot

Zwar sollen diese aus Designgründen nicht erheblich kleiner werden, dafür schafft die geringe Bautiefe wiederum Platz bei der Karosseriegestaltung direkt hinter den Leuchten. Eine weitere Innovation ist Dynamic Light Spot. Dahinter verbirgt sich, ähnlich wie bei Mercedes, eine Art Suchscheinwerfer, der das Fahren bei Nacht sicherer machen soll. Fußgänger auf der Fahrbahn erkennt das Dynamic Light Spot vollautomatisch. Während mit Abblendlicht ein dunkel gekleideter Fußgänger erst gut 30 Meter vor dem Fahrzeug auszumachen ist, macht das System diese bereits in einem Bereich von bis zu knapp 100 Metern ausfindig.

Die zum Erkennen der Gefahren schnell schwenkenden LED-Scheinwerfer sind in den Nebelscheinwerfern integriert und an das Nachtsichtsystem Night Vision und dessen Fußgängererkennung gekoppelt. Da die Gefahr nicht allein auf dem Monitor angezeigt wird, sondern durch gezieltes Anstrahlen den Blick des Fahrers auf "das Hindernis" lenkt, bleibt ihm deutlich mehr Reaktionszeit zum Ausweichen oder Bremsen, um eine etwaige Kollision zu vermeiden. Gerade für Vielfahrer bei Nacht bedeutet das ein erhöhtes Maß an Sicherheit, da Gefahren von der Sensorik schon in großer Entfernung erkannt werden.

Durchblick dank Augmented Reality

Das Head-up-Display blendet Geschwindigkeit, Navigation und Warnungen direkt ins Blickfeld des Fahrers ein. Im nächsten Schritt will BMW die virtuelle Anzeige noch stärker mit der Realität (Augmented Reality) vernetzen. Droht beispielsweise eine Kollision, wird das Hindernis samt Ausweichmöglichkeit in Echtzeit im Display dargestellt. Ein weiterer Vorteil im Alltag ist die Fahrspurempfehlung zur besseren Orientierung in fremden Städten. Zudem soll das Display in naher Zukunft viermal größer werden.

Datum

8. Dezember 2011
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