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Linke Spur in der Autobahnbaustelle: Bußgelder drohen

Beklemmende Momente haben schon etliche Autofahrer beim Überholen in Autobahn-Baustellen erlebt. Zwischen dem überholten und dem eigenen Fahrzeug bleibt nur wenig Platz, auf der linken Seite droht die Leitplanke und insgesamt ein Knöllchen, wenn die Polizei nachmessen würde.

In vielen Autobahn-Baustellen drohen Bußgelder, denn die meisten Autos sind schlichtweg zu dick um dort auf der linken Spur zu fahren. Derzeit dürfen dort nur Fahrzeuge mit einer Breite von bis zu zwei Metern die linke Fahrspur benutzen, geregelt durch das Verkehrszeichen 264. Das selbst manche Kompaktwagen hier nicht fahren dürfen, ist vielen Pkw-Fahrern nicht bewusst.

Angezeigt wird die Zwei-Meter-Begrenzung mit einem rot umrandeten Verkehrszeichen. Ob man mit dem eigenen Fahrzeug dann die linke Spur befahren darf, sollten Autobesitzer nicht anhand der Daten im Fahrzeugschein ausmachen. Denn dort ist lediglich die Außenbreite ohne Außenspiegel angegeben, während die Straßenverkehrsordnung von der tatsächlichen Gesamtbreite eines Pkw inklusive der Außenspiegel ausgeht.

Selbst Hyundai i30 ist zu breit

Autodaten-Experte Schwacke hat bei vielen aktuellen Modellen nachgemessen und dabei festgestellt, dass der größte Teil der Pkw nicht auf verengten Fahrbahnen mit zwei Meter zugelassener Breite fahren darf. Auch vermeintlich schmale Autos wie Ford Focus oder Hyundai i30 sind zu breit für Baustellen-Fahrspuren und auch VW Golf oder Opel Astra dürfen hier nicht überholen.

Laut Fahrzeugschein ist der Platzhirsch aus Wolfsburg 1,80 Meter breit. Mit Außenspiegeln sind es aber tatsächlich 2,03 Meter. Auf ähnliche Werte kommen auch Audi A4 und Q3, BMW 3er oder X1. Schmaler als zwei Meter sind laut Papieren sogar der Mercedes Viano oder der Volkswagen T5. Wer beim Wolfsburger Alleskönner nachmisst, kommt jedoch auf 2,28 Meter.

Wer zu breit ist, muss 20 Euro löhnen

Für Porsche Cayenne, Mercedes M-Klasse, BMW X5/X6, aber auch den Ford B-Max ist die linke Spur tabu. Die Fahrzeuge sind für diese Anforderungen zu breit. Über die Zwei-Meter-Begrenzung ragen auch der Mazda CX-5, Nissan Qashqai, Skoda Octavia sowie der Volvo V70.

Wer die angeordnete Maximalbreite missachtet, riskiert ein Bußgeld von 20 Euro. Wird der Fahrer eines zu breiten Pkw in einen Unfall verwickelt, kann sogar der Kasko-Schutz eingeschränkt werden. Darüber hinaus kann wegen einer Mitschuld der Schadenersatz der gegnerischen Haftpflicht-Versicherung reduziert werden.

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ADAC

Datum

1. Juli 2014
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