Alles über Reifenmanagement
Reifenwerkstatt Zoom
Foto: Karl-Heinz Augustin

Marktübersicht Reifendienste

Sicherheit geht vor

Die Ansprüche der Fuhrparkbetreiber steigen. Nun haben die Reifendienstleister aufgerüstet. Wer welchen Service für Flotten bietet, zeigt die Marktübersicht.

Das Geschäft mit Firmenflotten boomt bei vielen der großen Handelsketten. Tendenz steigend. Firmenkunden gelten zwar als anspruchsvoll, doch die Reifenhändler haben in den letzten Jahren ihr Angebot deutlich aufgestockt: Mittlerweile ist es fast selbstverständlich, dass Fahrer von Firmenwagen beim Reifenwechsel gleich noch Hauptuntersuchung, Inspektion oder UVV-Prüfung in einem Aufwasch erledigen können. Oder kleinere Macken per Smart-Repair instand setzen lassen.

Gleichzeitig haben viele Anbieter in den vergangenen Jahren in Servicenetz und mobile Services investiert. "Mit unserem One-Shopping-Angebot sparen Unternehmen viel Zeit und Geld", sagt Andreas Berents, Geschäftsführer von Euromaster Deutschland und Österreich.

Zwar unterscheidet sich das Angebot der großen Handelsketten nur noch marginal. Auch verlängerte Öffnungszeiten, Vor-Ort-Montage oder spezielle Servicepakete gehören zum Standard. Doch das reicht nicht: Der Leasing- und Flottenmarkt ist von einem hohen Flottenmix sowie Fahrzeugen geprägt, die selten älter als drei Jahre sind. "Aufgrund der technischen Komplexität ist eine umfangreiche Beratungsleistung und fundiertes technisches Know-how unabdingbar", sagt Bernd Thorwart von Driver Fleet Solution.

Eine große Rolle spielen inzwischen schnelle, schlanke Prozesse. Dezentral ebenso wie zentral gesteuerte Fuhrparks arbeiten mit automatisierten Genehmigungs- und Bestellprozessen und verlangen bundes- oder europaweit einheitliche Konditionen. Darauf geht die Reifenbranche ein. Optional bieten etliche Fachhändler eine Hotline an, über die sich der Reifenbedarf klären lässt. Das senkt den administrativen Aufwand für Fuhrparkbetreiber.

Sicherheit und Laufleistung haben Vorrang

Mit dem immer breiteren Fahrzeug­ange­bot wächst das Spektrum der verfügbaren Reifen. Wer sorgenfrei Mobilität wünscht, braucht Runflat-Reifen. Es gibt spezielle Pneus für  SUV, für Sportwagen, für Transporter. Und dann gibt es noch die Spritsparreifen, die fürs Flottengeschäft immer wichtig werden (siehe Reifentests auf Seiten 44 und 50). "Jeder Nutzer muss selbst entscheiden, welche Eigenschaften für seine Zwecke wichtig sind", sagt Andreas Laube von Pit Stop. Premiumreifen haben im Flottensegment weiterhin eine große Bedeutung. "Sicherheit und Laufleistung haben immer Vorrang", so Arnd Metzler von First Stop. Wer blickt da noch durch? Ein guter Reifendienstleister zeichnet sich also nicht nur durch gute Preise aus. Zum guten Service gehört ebenso, den Fuhrparkmanager bei der Wahl vernünftig zu beraten.

Auch die Wellen der EU-Verordnung von 2014, wonach Reifendruckkontrollsysteme (RDKS) für Neufahrzeuge zur Pflicht wurden, sind abgeebbt. Die Unternehmen haben sich damit abgefunden, dass der Radwechsel jetzt länger dauert und mehr kostet. In den Unternehmen und im Flottenmanagement haben sich die mit dem Radwechsel verbundenen Prozesse mittlerweile eingespielt und die Mitarbeiter haben eine gewisse ­Routine entwickelt.

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Datum

7. Februar 2017
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