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Tankkarten: Ohne Tankkarte geht’s nicht

Umfangreicher Zusatzservice, Kostenkontrolle und integrierte Abrechnung machen Tankkarten unentbehrlich.

Die Spritpreise steigen, die Flottenbetreiber ächzen unter den Budgetbelastungen. Logisch, dass sie jede Möglichkeit wahrnehmen, um ihre Kosten im Rahmen zu halten.
Dabei hilft ihnen auch ein effektives Tankkartenmanagement. Ohne Tankkarten würden wohl die meisten Flottenchefs nach kurzer Zeit den Überblick verlieren. Sie erleichtern die Buchhaltung, Reisekostenabrechnungen und ermöglichen detaillierte Verbrauchs­analysen.

Mineralölgesellschaften stellen Übersichten online

Letztere sind gerade in Zeiten von Nachhaltigkeitsstrategien, Spritspartrainings und Downsizing unabdingbar. Soll-Ist-Vergleiche, Ausreißerlisten und sonstige Unregelmäßigkeiten müssen auf einen Blick zu erkennen sein. In der Regel stellen die Mineralölgesellschaften ihren Kunden die Übersichten online zur Verfügung.

Orlen zum Beispiel bietet über sein Online-Portal den Zugriff auf eigene Kundenkonten und einen Rechnungsdownload. Ein E-Reporting gibt’s auch bei Novofleet, samt Standardauswertung und Ausreißeralarm. Zusätzlich flattert alle 14 Tage eine Rechnung ins Haus, die alle Transaktionen der Tankkarte aufzeigt und den steuerlichen Anforderungen entspricht.

Dagegen geben sich die Anbieter beim Thema Rabatte bedeckt. Je nach Fuhrparkgröße, Umsatz und Verhandlungsgeschick können aber einige Cent pro Liter drin sein. Wie bei OMV gewähren alle Anbieter Nachlässe entsprechend der individuell verhandelten Vereinbarungen. So bezahlen Kunden bei Jet ab 3.000 Liter Diesel weniger. Entsprechend sollten Fuhrparkleiter ihre Anbieter mindestens alle zwei Jahre unter die Lupe nehmen und neu ausschreiben. Flottenbetreiber, deren Kartenanträge bis Ende des Jahres bei Novofleet eingehen, bezahlen über die ­gesamte Vertragsdauer einen Cent pro Liter Diesel weniger.

Euro Shell geht neue Wege

Neue Wege geht Euro Shell. Einmal pro Woche legt das Unternehmen seinen Listenpreis in Deutschland für Diesel fest. Dieser gilt für die darauffolgenden sieben Tage an allen Shell-Stationen in Deutschland – unabhängig vom Tagespreis an der Station, der während der Betankung eines Kundenfahrzeuges auf der entsprechenden Shell-Station angezeigt wird. Allerdings kann es auch hier in Ausnahmefällen zu außerplanmäßigen Anpassungen kommen, beispielsweise bei Veränderungen der Einkaufskosten.

Auch in Sachen Service und Zusatzangebote sind die Mineralölgesellschaften aktiv. Die elek­tronische Führerscheinkontrolle etwa gibt es bei Shell, Total, UTA und Westfalen. Ein Großteil der Dienstleister bietet Fuhrparkauswertung- und -verwaltung an. Berechnet werden diese Services individuell.

Kartenlimits werden unterschiedlich gehandhabt

Unterschiedlich handhaben die Gesellschaften die Kartenlimits. Bei Euro Shell können Fuhrparkleiter Transaktionslimit, Nutzungsbegrenzung auf bestimmte Produkte sowie feste Uhrzeiten oder Tage selbst bestimmen. Selbstverständlich ist bei den meisten Anbietern die kostenlose Online-Sperrung und teilweise die individuelle Vergabe von PIN-Codes. 
So unterschiedlich das Tankstellennetz und die Angebote im Detail ausfallen, bei den Gebühren nehmen sich die Anbieter wenig. Im Schnitt fallen 2 oder 2,50 Euro pro Karte und Monat an. Mit zwei Ausnahmen: Bei Westfalen und Tamoil sind die Tankkarten kostenlos.

Bei Erd- und Autogasstationen zeichnet sich ein leichter Trend nach oben ab. Hier haben die Mineralölgesellschaften reagiert. ­Bundesweit akzeptieren nach unseren Recherchen 713 Erdgas-Stationen Tankkarten, Autogas kann man an 2.965 Stationen bargeldlos bezahlen.

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Datum

4. Dezember 2012
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