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Mercedes CLA: Grenzgänger zwischen A- und C-Klasse

Der Mercedes CLS bekommt einen kleineren Bruder. Der kompakte CLA könnte eine gesetztere Kundschaft in die zuletzt stark verjüngte A-Klasse der Stuttgarter locken. Das fließende Design ist dabei aber nicht nur Selbstzweck.

Mercedes hat eine neue Nische gefunden. Bei Preis wie Prestige zwischen A- und C-Klasse angesiedelt, will der CLA ab dem Frühjahr den Erfolg des Oberklassemodells CLS zwei Marktsegmente weiter unten wiederholen. Die kompakte Stufenhecklimousine mit dem coupéhaften Auftritt soll Kunden locken, denen das Steilheckmodell zu jugendlich, die Mittelklasselimousine aber wiederum zu spießig ist. Premiere feiert der besonders windschlüpfige Viertürer gleich doppelt: am Vorabend der Motorshow in Detroit und gleich danach auf der Fashion Week in Berlin. Auf den Markt kommt er im April zur Preisen ab 24.350 Euro (Netto).

Die technische Basis des CLA mit Frontantrieb stammt von der A-Klasse, anzusehen ist es ihm allerdings auf den ersten Blick nicht. Mit 4,63 Metern Länge überragt er sogar den Kombi der C-Klasse um eine Hand breit. Motorhaube und Seitenflächen sind muskulös gestaltet und laufen in ein breit modelliertes Heck aus. Die geschwungene Dachlinie, eine nach außen gewölbte Heckscheibe und die rahmenlosen Seitenfenster sorgen für Coupé-Flair.

Die Form soll aber nicht bloß schön sein, sondern auch für einen geringen Verbrauch sorgen. Mercedes nimmt für sich in Anspruch, dem CLA den besten cW-Wert im Serienautomobilbau verpasst zu haben. Beim Standardmodell beträgt er 0,23, die bei Unterbodenverkleidung und Kühlergrill weiter optimierte „Blue Efficiency“-Variante kommt auf 0,22. Werte, die bisher nur von Forschungsfahrzeugen oder Studien erreicht werden.

Das Motorenprogramm umfasst zum Start vier Vierzylindermotoren, darunter drei Benziner, die schon aus der A-Klasse bekannt sind und nun sämtlich die Vorgaben der erst 2014 geltenden Abgasnorm Euro 6 erfüllen. Bei allen Varianten zählt zudem ein Start-Stopp-System zum Serienumfang.

Basistriebwerk ist ein 1,6-Liter-Turbo mit 90 kW/122 PS und einem Normverbrauch von 5,4 Litern. Zum gleichen Preis von 24.350 Euro (Netto) gibt es ihn auch in der Spritsparversion „Blue Efficiency Edition“, die mit 5,0 Litern auskommen soll. Darüber rangiert eine 115 kW/156 PS starke Ausbaustufe des 1,6-Liter-Motors, die mit 26775 Euro (Netto) in der Preisliste steht. Abgerundet wird das Angebot auf Benzinerseite von einem 2,0-Liter-Turbo mit 155 kW/211 PS für 32.500 Euro (Netto), der an ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt ist. Die schwächeren Motoren müssen mit einem manuellen Sechsganggetriebe Vorlieb nehmen.

Auf Dieselseite emanzipiert sich der CLA von der A-Klasse. Anstatt des 1,5-Liter-Selbstzünders mit Renault-Genen gibt es einen hausgemachten 2,0-Liter-Vierzylinder mit 125 kW/170 PS und einem Normverbrauch von 4,2 Litern. Für die Kraftübertragung sorgt ebenfalls das Doppelkupplungsgetriebe. Der Preis beträgt 31.925 Euro (Netto). Über alle Motorversionen liegt der Aufschlag gegenüber der A-Klasse bei rund 4.200 Euro (Netto). Zur teureren C-Klasse-Limousine wird ein Achtungsabstand von rund 1.000 Euro (Netto) gewahrt.

Für Sicherheit sorgt neben einem optionalen Allradantrieb für bessere Traktion eine ganze Armada an Helfern. Serienmäßig an Bord sind unter anderem der aus anderen Modellen bekannte Müdigkeitsassistent und der Bremsassistent, der nun nicht erst ab Tempo 30, sondern bereits bei 7 km/h in kritischen Situationen Fahrzeug und Fahrer auf eine möglichen Crash vorbereitet. In Kombination mit dem aufpreispflichtigen Abstands-Radar kann das System auch als Notbremsassistent fungieren und den Wagen automatisch aus Geschwindigkeiten bis 200 km/h abbremsen. Darüber hinaus gibt es unter anderem Spurthalte- und Totwinkelassistent sowie ein Einparkhelfer, der dem Menschen das Rangieren abnimmt.

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15. Januar 2013
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