Mercedes E-Klasse Coupé und Cabrio: Mehr als ein Facelift

Mit einem umfassenden Lifting schickt Mercedes nun auch Coupé und Cabrio der E-Klasse ins Rennen mit der Konkurrenz von Audi und BMW. Dabei geht es um mehr als etwas Schminke.

Die Renovierungsaktion in der E-Klasse bleibt nicht Limousine und Kombi vorbehalten, sondern betrifft auch Cabrio und Coupé. Die beiden schmucken Karosserievarianten erhalten analog zu den anderen Modellen ein geliftetes Äußeres, zahlreiche neue Assistenten und einen sparsamen Einstiegs-Benziner. Die Markteinführung erfolgt im Frühjahr zu Preisen ab rund 42.000 Euro.

Mercedes hat viel in die Modellpflege investiert. Eine Milliarde Euro soll die Renovierung der oberen Mitteklasse gekostet haben. So wollen die Stuttgarter den verlorenen Boden im Wettbewerb mit Audi A6/A7 und BMW 5er/6er wieder gut machen. Entsprechend treten auch die sportiven Ableger der E-Klasse auf – eher wie eine komplett neue Generation als wie ein Facelift-Modell. Das beginnt schon an der Front, wo die zweiteilige Leuchteneinheit unter einer neuen einteiligen Glasabdeckung zusammengefügt wird, so dass das Doppelaugengesicht nur noch im Dunkeln zur Geltung kommt. Auf Wunsch gibt es Voll-LED-Scheinwerfer, bei denen auch das Fernlicht von den besonders hellen Dioden erzeugt wird.

Design wurde nicht komplett umgekrempelt

Anders als bei Limousine und Kombi wird bei Coupé und Cabrio das Design aber nicht komplett umgekrempelt. So bleibt es dort etwa bei den pausbäckigen Ponton-Kotflügeln. Und auch das Heck verändert sich nur leicht. Im Innenraum aber wurden Instrumententafel und Kombiinstrument wiederum gründlich modernisiert. S-Klasse-Anleihen vermittelt eine Analoguhr in der Mittelkonsole. Hinzu kommen die üblichen neuen Materialien und Farben für Zierteile und Polster. Der Kunde soll diese nun zudem freier als bisher kombinieren können.

Ungewöhnlich viel hat sich auch in Sachen Assistenzsysteme getan. Hier halten zahlreiche Helfer Einzug, die auch an Bord der Ende 2013 präsentierte neuen S-Klasse sein werden. Dazu gehört unter anderem eine Stereo-Kamera, die der Elektronik das „räumliche Sehen“ ermöglicht und unter anderem drohende Unfälle mit querenden Fahrzeugen oder Fußgängern erkennen soll. Serienmäßig an Bord sind nun ein radargestützter Notbremsassistent sowie ein Müdigkeitswarner. Viele weitere Sicherheitssysteme wurden überarbeitet und verbessert.

Neuzugang im Motorangebot

Neu im Motorenprogramm ist ein Vierzylinderbenziner mit einer Direkteinspritzung der neuesten Generation. Aus 2,0 Litern Hubraum entwickelt er 135 kW/184 PS (E200) beziehungsweise in der stärkeren Ausführung 155 kW/211 PS (E250). Die bekannte Sechs- und Achtzylinderbenziner mit bis zu 300 kW/408 PS Leistung bleiben im Programm, erstmals gibt es den V6 aber auch in der Biturbo-Ausführung E400 mit 245 kW/333 PS.

Bei den Dieseln bleibt es alles beim Alten. Neben dem Vierzylinder mit 125 kW/170 PS Leistung gibt es zwei Sechszylinder mit bis zu 195 kW/265 PS, beide auch in der besonders sauberen Euro-6-Variante Bluetec. Für die Kraftübertragung sorgen je nach Motor manuelle Sechsganggetriebe oder eine Siebengangautomatik.

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Holger Holzer, Spotpress

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