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Fahrgemeinschaften für Pendler Zoom

Mitfahrbörsen: Fahrgemeinschaften für Pendler

Durch Mitfahrbörsen könnten Unternehmen jedes Jahr bis zu 700 Millionen Euro einsparen. Marc O’Polo, Vaude und Bosch machen es vor.

Im Schnitt sitzen Pendler auf ihrem Weg zur Arbeit und wieder nach ­Hause jedes Jahr 8.000 Kilometer hinterm Steuer. Macht bei rund 20 Millionen Berufspendlern 160 Milliarden Kilometer. Dass hier jede Menge Einsparpotenzial schlummert, liegt auf der Hand.

Aus diesem Grund setzen immer mehr Unternehmen auf ein internes betriebliches Mobilitätsmanagement. Besonders vielversprechend scheinen Fahrgemeinschaften zu sein: Eine vom rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium unterstützte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Unternehmen mit betrieblichen Mitfahrbörsen sowohl 700 Millionen Euro als auch 1,1 Millionen Tonnen Kohlen­dioxid pro Jahr einsparen könnten.

Vaude: Umweltschutz als Ziel

Zu den Unternehmen, die heute schon ein Mitfahrnetzwerk nutzen, gehört der Outdoorausrüster Vaude aus dem schwäbischen Obereisenbachl. Bis 2015 möchte das Familienunternehmen mit rund 500 Mitarbeitern Europas nachhaltigster Hersteller dieser Branche werden. Bislang verursachen Geschäftsreisen und Pendelverkehr mit rund 43 Prozent einen Großteil der Emissionen.

Um das Ziel zu erreichen, erarbeitete das Unternehmen ein umfangreiches ­Mobilitätskonzept: Neben einem Radförderprogramm und einem eigenen E-­Bike-Leihpool setzen Geschäftsführerin Antje von Dewitz und Nachhaltigkeitsbeauftragte Hilke Patzwall auf das Mitfahrnetzwerk Flinc. "Fahrgemeinschaften haben das ­größte Potenzial für CO2-Einsparungen, deshalb empfehlen wir unseren Mitarbeitern, den Weg zur Arbeit, aber auch die Teilnahme an unseren Events mit Flinc zu orga­nisieren", sagt Patzwall. Antje von Dewitz ergänzt: "Das senkt Mobilitätskosten sowie CO2-Ausstoß und bringt uns unserem Ziel eines umweltverträglichen Corporate Carbon Footprints ein gutes Stück näher."

Das System gleicht Start und Ziel der Mitarbeiter ab und bringt Fahrer und Mitfahrer zusammen. Die Vaude-Gruppe ist dabei nicht öffentlich – nur Mitarbeiter können Routen und Feierabendzeiten einsehen.

Bei Marc O’Polo ersetzt Flinc den ÖPNV

Wer beim Modekonzern Marc O’Polo im beschaulichen Stephanskirchen arbeitet, muss fast zwangsläufig mit dem Auto pendeln. Die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr ist denkbar ungünstig. So kam die Mehrzahl der rund 600 Mitarbeiter mit dem eigenen Auto, häufig parkten bis zu 500 Autos auf dem Firmenparkplatz.

"Das ist ein erheblicher Nachteil für Umwelt und Verkehrsaufkommen. Außerdem entspricht es nicht dem Nachhaltigkeitsbestreben des Unternehmens", sagt Chief Financial Officer Jürgen Hahn. Auf der Suche nach Lösungen entschied sich das Unternehmen im April dieses Jahres für den Einsatz betrieblicher Fahrgemeinschaften im Rahmen von Flinc. Mit großem Erfolg: Bereits nach sechs Monaten nutzten etwa 25 Prozent der Belegschaft die Plattform. Mittlerweile wurden knapp 10.000 Fahrten und Mitfahrten generiert. 95 Prozent der Mitarbeiter, die eine Fahrt oder Mitfahrt angelegt haben, erhalten von Flinc passende Fahrer- beziehungsweise Mitfahrervorschläge. Insgesamt sparte das Unternehmen so mehr als neun Tonnen CO2 ein.

Noch einen Schritt weiter geht Torsten Mlasko, Geschäftsführer der Bosch Soft Tec:  "Flinc ist eine offene Plattform, die wir bereits seit dem vergangenen Sommer in unsere Bosch iPhone Navigation integriert haben." Logisch, dass dann auch die Mitarbeiter Flinc nutzen. Außerdem steht unter dem Namen flinc@Bosch die Einführung am gesamten Bosch-Standort Hildesheim bevor. "Dann haben rund 3.300 weitere Mitarbeiter Zugriff auf das Netzwerk, um Fahrgemeinschaften bequem und einfach zu organisieren", meint Mlasko.

Hintergrund

Das Netzwerk Flind

Flinc ist nach eigenen Angaben das größte Pendler-Mitfahrnetzwerk für Kurzstrecken in Deutschland. Derzeit laufen jeden Monat mehr als 500.000 Fahrten und Mitfahrten über die Plattform des Netzwerks. Mit dabei sind neben mittelständischen Firmen größere internationale Konzerne wie P&G, Vaude oder Bosch. Die Plattform analysiert Fahrtrouten und bringt Fahrer und Mitfahrer zusammen. Innerhalb weniger Sekunden schlägt Flinc automatisch Mitfahrgelegenheiten vor – ins Büro, zur Messe oder nach Hause. Außerdem integriert Flinc das Prinzip des Social Mobility Networks in die Navigationslösungen von Navigon und Bosch sowie das dynamische Carsharing von Drive Now. Durch persönliche Profile mit Bild und Autokennzeichen sowie der Möglichkeit, sich mit anderen Nutzern zu vernetzen und Fahrer oder Beifahrer nach der gemeinsamen Fahrt zu bewerten, bietet es zusätzliche Sicherheit.

Die Mitfahrbörse schafft eine Win-Win-Situation für Umwelt, Mitarbeiter und Unternehmen

Mit einem Mitfahrnetzwerk bieten Firmen ihren Mitarbeitern eine intelligente Mobilitätslösung

Fahrgemeinschaften lassen sich mit Flinc einfacher und attraktiver organisieren«

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flinc

Datum

30. Oktober 2013
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