Cloud Computing Zoom

Mobiles Arbeiten: Autos: ein Teil der virtuellen Mobilität?

Ob zu Hause, im Büro oder unterwegs – die Mitarbeiter wollen überall auf ihre Daten zugreifen. Delphi will nun das Auto in die virtuelle Mobilität integrieren.

Allzeit informiert und immer erreichbar ist das Credo der heutigen Geschäftswelt. Die mobilen Informations- und Kommunikationsquellen sprudeln immerzu. Für Automobilhersteller ist das eine neue Herausforderung, denn die Kunden wollen auch unterwegs nicht auf die Online-Datenströme verzichten. Der US-Zulieferer Delphi hat für Hersteller wie Chevrolet, Opel oder Buick ein System entwickelt, das die Online-Welt in das Autofahren integriert. Mails, MP3-Streaming und Infotainment sollen Einzug in das automobile Leben halten.

Allerdings nicht auf Kosten der Sicherheit. Denn während der Fahrt eine SMS zu schreiben ist laut einer Studie 23 Mal gefährlicher als das Telefonieren mit Freisprecheinrichtung. Das Handy an der Windschutzscheibe anzubringen macht das Auto deshalb noch lange nicht zum rollenden Smartphone. Stattdessen hat Delphi Produkte in der Pipeline, die das Autofahren komplexer, aber nicht komplizierter machen sollen. Durch die ständige Verbindung zum Internet könnte der Bildschirm in einem Fahrzeug neu konfiguriert werden – und das Ganze von Zuhause aus.

Gleichzeitig greift die heimische Stereoanlage auf die Musikdateien von dem iPod oder dem Auto zu und umgekehrt. Die vom Handy bekannten Apps, beispielsweise für Börsennachrichten oder Wetter, kann der Nutzer auch auf dem Bildschirm im Auto ablegen. Dazu richtet Delphi ein App-Portal ein, das die Inhalte verschiedenster Content-Lieferanten umfassen kann. Der onlinebasierte Datenaustausch ermöglicht aber auch, das Fahrzeug bereits vor der Abfahrt via Apps zu checken: Stimmt der Reifenluftdruck? Ist mit dem Motor oder den Bremsen alles o.k.? Den Herstellern eröffnet sich die Möglichkeit, Verkehrs- und Nutzungsdaten zu analysieren und mit dem Kunden gezielt den nächsten Werkstattbesuch zu planen.

Datenübertragung auch in fahrenden Fahrzeugen

Für Fuhrparkbetreiber könnte dies mehr Übersicht über anstehende Wartungsarbeiten und die Kostenkalkulation bedeuten. Einen weiteren Vorteil der mobilen Datennutzung sieht Delphi auch in der sogenannten Cloud. Das superschnelle Mobilfunknetz LTE ermöglicht die Datenübertragung auch in das fahrende Fahrzeug. Per Streaming gelangen Daten wie beispielsweise Filme auf den Bildschirm im Auto. Um die Gunst des ersten Eindrucks zu nutzen, könnten beispielsweise dann die mitfahrenden Geschäftskunden die Firmenpräsentation bereits während der Fahrt anschauen. Das Maximum an Information und Unterhaltung soll aber nicht zum Risikofaktor werden.

Unter der Produktbezeichnung MyFi bietet Delphi den Herstellern an, Content von außen in die Autos zu bringen, ohne dass es den Fahrer ablenkt. Stattdessen sollen neue Assistenzsysteme für mehr Sicherheit sorgen. Zum Beispiel reagieren die eingebauten Sensoren auf schwierige Verkehrssituationen indem sie bestimmte Funktionen im Infotainment abschalten. Dem berühmten Kabelsalat, der durch Navigationsgeräte, Handys und Laptops entsteht, wollen die Ingenieure mit unsichtbar eingebauten Energiequellen begegnen. Diese versorgen die Geräte an Bord bequem und kabellos per Induktion mit Strom.

Autor

Foto

AA+W - Fotolia

Datum

18. September 2012
5 4 3 2 1 0 5 0
Kommentare
Kostenloser Newsletter
Newsletter Small

+++ Alle Tests +++
+++ Alle News +++

Und immer bequem und kostenlos per E-Mail.

  • Alle Bereiche
  • Branche
  • Auto
  • Management
  • ecoFleet
  • Recht/Steuer
  • Service
  • Firmenauto des Jahres