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Mobilität: BMW geht neue Wege

Die BMW Group setzt mit ihrer Fuhrparkmanagementtochter Alphabet auf eine konsequente  Mehrmarkenstrategie, Dienstleistungen im Bereich Elektromobilität und Corporate Carsharing.

>> Die Absatzzahlen der BMW Group können sich sehen lassen: Der Konzern verkaufte im vergangenen Jahr mehr als 1,9 Millionen Einheiten. Auf Erfolgskurs getrimmt sind auch die hauseigenen Finanzdienstleister. Der Bestand an Leasing- und Finanzierungsverträgen lag 2012 bei über 3,8 Millionen Einheiten. Immerhin wurden vier von zehn verkauften Fahrzeugen von der BMW Group ­Financial Services finanziert. Vor allem das Flottengeschäft lief gut. Viel Engagement setzte der Konzern in den Ausbau seines Carsharing-Netzes und in die Vermarktung der neuen Elektrofahrzeuge. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über das Portfolio der BMW Group.

BMW Group Financial Services

Weltweit umfasst BMW Group Finan­cial Services über 50 Gesellschaften und Kooperationen mit lokalen Finanzdienstleistern und Importeuren. Das Tochterunternehmen zählt nach eigenen Angaben zu den führenden Finanzdienstleistern im Automobilsektor: 6.295 Mitarbeiter betreuen über 3,5 Millionen Kunden. 2012 erreichte das Segment Finanzdienstleistungen ein Ergebnis vor Steuern von 1,56 Milliarden Euro. 

Das Segment unterteilt sich in sechs Geschäftsfelder: Leasing- und Kreditfinanzierung von BMW Group-Fahrzeugen, Mehrmarkenfinanzierung, Händlerfinanzierung, Kfz-Versicherung, Flottenmanagement sowie Bankgeschäft einschließlich Vermögensmanagement. Beim Umsatz geht der Löwenanteil auf das Konto der Kredit- und Leasingfinanzierung von Autos und Motorrädern. 

BMW Bank

Die BMW Bank gehört mit der Volkswagen Bank und Mercedes-Benz Bank zu den führenden Automobilbanken in Deutschland. Sie ist Teil der BMW Group Financial Services. Das Finanzdienstleistungsgeschäft umfasst nicht nur die Gesellschaft in Deutschland, sondern auch die Filialen Frankreich, Italien, Portugal und Spanien. Die Produktpalette für ­Geschäfts- und Privatkunden reicht von Finanzierung, Leasing und Versicherung bis hin zum Vermögensmanagement.

Neben dem Leasing- und Finanzierungsgeschäft läuft die Sparte Versicherungen ebenso rund. Allein im vergangenen Jahr wuchs die Zahl der Policen um 15,7 Prozent auf knapp eine Million Verträge. Der Bestand lag bei rund 2,2 Millionen Einheiten.

Alphabet

Alphabet ist ein Tochterunternehmen der BMW Group. Der Leasing- und Full-Service-Anbieter betreut derzeit in Deutschland mehr als 112.000 Verträge. Alphabet sieht sich als Mehrmarken-Anbieter – und nicht als Absatzkanal für BMW oder Mini und verweist auf ak­tuell etwa 53.000 Fahrzeuge anderer Hersteller im Bestand. Das entspricht einem Anteil von 47 Prozent. Großen Zuwachs verzeichnet Alphabet beim Hersteller Ford, der mit über 12.000 Fahrzeugen elf Prozent des Bestands ausmacht. Das Alphabet-Produktportfolio reicht von der Beratung und Finanzierung über zusätzliche Module wie Tankmanagement, Versicherung oder Reifenservices bis hin zu umfassenden Reporting- und Managementlösungen.

Alphabet International

Im international übergreifenden Flottengeschäft bietet Alphabet unter der Markenbezeichnung Alphabet International Finanzierungs- und Mobilitätslösungen. Die BMW-Tochter gehört nach eigenen Angaben zu den drei größten europäischen Anbietern im Mehr-Marken-Segment und hat derzeit 500.000 Fahrzeuge in 19 Ländern unter Vertrag.

Alpha  City

Was im Privaten bereits erfolgreich funktioniert, überzeugt auch immer mehr Firmen: Ob Allianz, Infineon, Serviceplan oder Microsoft – wer sich im Bereich Corporate Carsharing oder Elektromobilität nach einem Geschäftspartner umsieht, kommt an der Corporate-Carsharing-Lösung Alpha  City von Alphabet kaum vorbei. Alpha  City ist das erste Corporate Carsharing auf Leasing-Basis in Deutschland. Unternehmen können ihren Beschäftigten ohne Dienstwagenberechtigung mit Alpha  City mobil machen – beruflich wie auch privat. In diesem Produkt sieht Alphabet auch großes Potenzial für Elektrofahrzeuge.

Alpha  Electric

Laut BMW stellt Alpha  Electric die ­erste umfassende Lösung zur Integration von Elektromobilität in Flotten dar: Im Rahmen eines Full-Service-Vertrags verleast Alphabet nicht nur das E-Auto, sondern auch die passende Ladeinfrastruktur, von der Wallbox bis zum Schnellladesystem.

Drive Now

Der Carsharing-Anbieter Drive Now ist ein Joint Venture zwischen BMW und Sixt. Der Autovermieter sorgt für die Logistik, BMW für die Fahrzeuge. Das Projekt startete 2011 in München und läuft derzeit in Berlin, Düsseldorf, Köln, Hamburg und San Francisco. Die Flotte umfasst rund 2.400 Fahrzeuge, etwa 240.000 Kunden nutzen diese. Damit ist das Joint Venture drittgrößter Carsharing-Anbieter in Deutschland.

Fleetlevel+

Alphabet hat seinen Geschäftsbereich Fleetlevel+ im Herbst 2013 an die internationale Fuhrparkmanagementgesellschaft ARI Fleet Management verkauft. Grund: Dieser Bereich konzentrierte sich hauptsächlich auf die technische Betreuung von Nutz- und Sonderfahrzeugen, was nicht zum Kerngeschäft des Flottendienstleisters Alphabet gehört. Die übrigen Geschäftsfelder von Fleetlevel+, die vorrangig Dienstleistungen für die BMW Group umfassten, wurden nach dem Verkauf organisatorisch der Finanztochter Alphabet zugeordnet.

Autor

Foto

Tom Kirkpatrick

Datum

24. Februar 2014
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