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Nässe: Wann gilt das Tempolimit bei Nässe?

Feuchtigkeit, Wasser, Niederschlag, Humidität – der Duden kennt diverse Synonyme zum Stichwort „Nässe“. So viel Interpretationsspielraum lässt das Zusatzschild "bei Nässe" zu einer Geschwindigkeitsbegrenzung aber nicht.

Für den einen ist es nass, wenn Nieselregen vom Himmel fieselt, für den anderen erst, wenn dicke Tropfen auf die Straße klatschen. Vor diesem Hintergrund ein Tempolimit mit dem Zusatz "bei Nässe" zu interpretieren, fällt vielen schwer. Wie nass ist "Nässe"?

Die Straßenverkehrsordnung liefert keine Definition, der Bundesgerichtshof hat allerdings bereits 1977 entschieden, dass bei Nässe - im Gegensatz zu Feuchtigkeit - die Fahrbahn insgesamt mit einem Wasserfilm überzogen sein muss.

„Für eine Wirksamkeit des Zusatzzeichens ‚bei Nässe‘ reicht nicht allein die Tatsache, dass es regnet“, so Rechtsanwalt Swen Walentowski von der Deutschen Anwaltauskunft. „Gerade im Sommer kann bei heißer Fahrbahndecke der Regen sofort verdampfen, so dass sich gar kein Wasserfilm bildet.“ Auch vereinzelte Wasserlachen oder stehendes Wasser in Spurrillen reichen nach Auskunft des Juristen nicht aus.

Entscheidend sei, dass die Fahrbahn in ihrer gesamten Breite tatsächlich feucht ist. Ein deutliches Zeichen für eine nasse Fahrbahn ist es zum Beispiel, wenn andere Fahrzeuge eine sichtbare Gischt aufwirbeln.

Etwas anderes gilt bei dem Schild, das eine stilisierte Schneeflocke zusätzlich zur Geschwindigkeitsbegrenzung zeigt. Hier muss langsam gefahren werden, auch wenn es nicht schneit.

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Datum

22. Januar 2015
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