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Neue Mercedes V-Klasse: Rollendes Wohnzimmer

Die Mercedes V-Klasse setzt neue Maßstäbe im Van-Segment. Mit dem Viano-Nachfolger streift Mercedes das Nutzfahrzeug-Image ab und orientiert sich in punkto Ausstattung und Technik an den Pkw-Modellen.

Als die Einladung zur Vorstellung der neuen V-Klasse vor ein paar Wochen ins Haus flatterte, sind wir kurz stutzig geworden. Daimler lädt in die BMW-Hochburg München ein? Und dann auch noch in den Olympiapark, nur einen Katzensprung von der BMW-Zentrale entfernt? Man wolle den bayerischen Wettbewerbern zeigen, was ihnen noch in ihrem Programm fehle, begründet Vorstandschef Dieter Zetsche den Auswärtstermin. Und das ist eben ein Familien-Van wie die neue V-Klasse, die nun nicht nur Platz für bis zu acht Personen bietet, sondern auch in Sachen Komfort und Technik an die Pkw-Modelle mit Stern aufschließt. Mercedes selbst nennt seinen Van deshalb auch lieber Großraumlimousine.

Ab 36.000 Euro netto

Im Cockpit finden wir bekannte Elemente aus der neuen C-Klasse, wie das frei stehende 8,4-Zoll-Display auf dem geschwungenen Armaturenbrett und die neue Bedieneinheit samt Touchpad. Die Instrumententafel ist zweigeteilt und optional in Leder gehüllt. Lenkrad, Schalthebel und die bequemen Sitze können mit edlem Nappaleder geordert werden. Schicke Holzdekore machen das Pkw-Feeling perfekt. Gegen Aufpreis bekommt der Van auch Voll-LED-Scheinwerfer. Ein Highlight ist die Soundanlage von Burmester, welche die V-Klasse in einen kleinen Konzertsaal verwandelt.

Das Familien-Budget dürfte mit den exklusiven Extras allerdings schnell überschritten sein, der Einstiegspreis liegt ohnehin schon bei stolzen 36.000 Euro netto. Fuhrparkleiter werden für ihre Hotel- und VIP-Shuttles aber wohl den einen oder anderen Haken in der umfangreichen Ausstattungsliste mehr setzen.

Variabler Innenraum und drei Fahrzeuglängen

Von der Variabilität der neuen V-Klasse profitieren wiederum alle. Den neuen Van gibt es in zwei Radständen und drei Fahrzeuglängen von 4,89 bis 5,37 Metern. Je nach Wunsch bestuhlt Mercedes den Fond serienmäßig mit vier Einzelsitzen, einer Zweier- oder Dreiersitzbank. Alle lassen sich beliebig umklappen, hin und her schieben oder ausbauen. Das schafft Platz für die Sportausrüstung oder sogar für Möbelstücke. Zur Not dient der Mercedes-Van sogar als Übernachtungsmöglichkeit: die Dreierbank lässt sich in eine Liege umwandeln. Durch die separat öffnende Heckscheibe kann die V-Klasse auch in engen Parklücken beladen werden. Die Heckklappe schwingt auf Wunsch per Knopfdruck elektrisch auf.

Zahlreiche Assistenzsysteme

Die V-Klasse setzt aber nicht nur in Sachen Komfort neue Maßstäbe im Van-Segment, sondern auch mit ihren zahlreichen Assistenzsystemen, die der Mercedes-Bus aus der E- und S-Klasse übernimmt. Serienmäßig an Bord sind der Seitenwind-Assistent, der den Van bei starken Windböen im Gleichgewicht hält, sowie der Müdigkeits-Assistent. Gegen Aufpreis bekommen V-Klasse-Fahrer Unterstützung vom Einpark-Assistenten, dem Abstandstempomaten, der Verkehrszeichenerkennung, dem Spurhalteassistenten oder dem Totwinkelwarner.

Ab Mai mit 136 bis 190 Diesel-PS

Zur Markteinführung Ende Mai 2014 startet die V-Klasse in der langen Version mit 5,14 Metern Länge und 3,20 Metern Radstand. Die kompakte und die extralange Version folgen zu einem späteren Zeitpunkt. Unter der kurzen Haube arbeitet ein 2,1-Liter-Vierzylinder-Diesel, den Mercedes in drei Leistungsstufen anbietet. Der V 200 CDI leistet 136 PS und bringt es auf ein maximales Drehmoment von 330 Nm, beim V 220 CDI sind es 163 PS und 380 Nm. Letzterer verbraucht 5,7 Liter auf 100 Kilometer, das entspricht einem CO2-Ausstoß von 149 Gramm pro Kilometer.

Die Topmotorisierung ist der V 250 Bluetec (190 PS/440 Nm), der den 3,0-Liter-V6 ablöst. Der V 250 fährt serienmäßig mit einer Siebengang-Automatik vor, die für V 200 CDI und V 220 CDI optional erhältlich sind. In Verbindung mit der Automatik kann der Fahrer beim Fahrwerks-Setup per Knopfdruck zwischen Komfort und Sport variieren. Die V-Klasse wird es übrigens auch mit Allradantrieb geben.

Autor

Foto

Daimler

Datum

31. Januar 2014
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