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Neuwagen: Autos im Ausland günstiger

Der Automobilpreisbericht der EU-Kommission deckt zum Teil gravierende Unterschiede auf

Dass deutsche Autos im Ausland sehr beliebt sind, zeigen die jüngsten Exportstatistiken. Made in Germany ist im Automobilbau noch immer das Markenzeichen. Das scheinen sich auch die deutschen Hersteller zu denken, wenn sie ihre Marken im eigenen Land an den Mann oder die Frau bringen wollen: Nirgendwo sind deutsche Autos so teuer wie zwischen Flensburg und Passau. Das geht aus dem jüngsten Automobilpreisbericht hervor, den die EU-Kommission jetzt vorgelegt hat. Beim Kauf eines Neuwagens jenseits der Grenze sind zum Teil Einsparungen über 40 Prozent drin.Die französischen Autobauer handeln ähnlich, auch sie langen bei ihren Landsleuten für Autos Made in France besonders gern zu, auch Österreicher und Luxemburger müssen für einen Neuwagen ziemlich tief in die Tasche greifen. Am billigsten sind die Autos EU-Weit in Dänemark, gefolgt von Ungarn und Großbritannien. Innerhalb der Euro-Zone belegt Griechenland den ersten Billig-Platz, dahinter rangieren Slowenien und Malta. Dänemark als Preis-Paradies für Autokäufer - das gilt aber nur für Exporteure. Die Dänen selbst müssen kräftig Steuern auf den Autopreis draufzahlen. Insgesamt waren die Listenpreise für neue Pkw zum 1. Januar 2011 europaweit leicht um 0,3 Prozent angestiegen.

Die Preise der 89 meistverkauften Modelle

Der Automobilpreisbericht enthält die Listenpreise der 89 meistverkauften Pkw-Modelle von 26 Marken in der EU. Danach kostet ein Audi A4 (vor Steuern) mit 21.657 Euro am wenigsten in Dänemark und am meisten in Deutschland mit 27.756 Euro. Beim A8 ist Polen der Preis-Spitzenreiter mit 79.722 Euro, am billigsten ist das Fahrzeug in Großbritannien mit 49.943 Euro, in Deutschland müssen 72.357 Euro hingelegt werden. Mit 33.908 Euro in Deutschland ist der BMW 520d nur noch in Österreich teurer (34.704 Euro), in Großbritannien ist er für 23.828 Euro am billigsten zu haben. Beim Range Rover von Land Rover ist der Unterschied bei weitem nicht so augenfällig. Der Preis liegt in Deutschland mit 80.924 Euro am höchsten, in Italien mit 79.653 am niedrigsten. Den Preislisten der Autobauer zufolge sind die Differenzen zwischen den Mitgliedstaaten grundsätzlich zurückgegangen. "In manchen Fällen bestehen jedoch nach wie vor große Unterschiede, die Verbrauchern, die ihr Auto in einem anderen Mitgliedstaat kaufen, große Einsparungen ermöglichen", meint die Kommission. Sie wertet die weitere Verringerung der Preisunterschiede zwischen den einzelnen Ländern als positiven Indikator für den grenzüberschreitenden Wettbewerb."Ich freue mich auch, dass sich der Anstieg der EU-weiten realen Preise für Reparatur- und Wartungsdienste erstmals seit zehn Jahren nicht fortgesetzt hat, denn dies ist ein Zeichen dafür, dass die Branche die neuen Spielregeln verstanden hat“, erklärte der oberste EU-Wettbewerbshüter, Kommissar Joaquín Almunia.

Datum

8. August 2011
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