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Nissan: Recycelte Akkus werden zu Stromaggregaten

Was wird eigentlich aus den ausrangierten Batterien von E-Autos? Stromspeicher fürs Eigenheim oder die Firma beispielsweise.

Autohersteller Nissan und das Energie-Unternehmen Eaton haben einen Energiespeicher für Häuser entwickelt. Die Besonderheit: Die verwendeten Batteriezellen steckten zuvor im Elektroauto Nissan Leaf, sie wurden recycelt und bieten nun eine Speicherkapazität von 4,2 kWh. Der xStorage kann ab September vorbestellt werden und kostet inklusive Verkabelung und Installation durch einen Monteur 3.361 Euro netto.

Akkus von Elektroautos altern nach vielen Ladezyklen, die Leistung der Batterie lässt nach. Das ist für die E-Mobile ein echtes Problem, da die ohnehin schon beschränkte Reichweite sinkt. Hat der Akku nur noch 70 bis 80 Prozent der ursprünglichen Kapazität, gilt der Speicher für E-Autos als verbraucht. Ihr Lebensende hat die Batterie deshalb noch lange nicht erreicht. Ein "Second Life" als stationärer Zwischenspeicher für Strom aus erneuerbaren Energien ist ein Zukunftsszenario, das Experten in großem Stil für ausrangierte Elektroauto-Akkus vorschwebt.

Der Akku dient als Puffer und lädt, wenn der Strom billig ist

Die beispielsweise mit Solarzellen verbundene Speichereinheit kann zur Reduzierung von Stromkosten beitragen: Sie kann aufgeladen werden, wenn Sonne oder Wind verfügbar oder Stromkosten günstig sind (zum Beispiel bei Nacht), und den gespeicherten Strom dann zu Zeiten hoher Nachfrage und teurer Stromkosten wieder abgeben. Bei hoher Belastung des Stromnetzes oder bei Stromausfall dient die Einheit als Reservespeicher. Kunden können auch gespeicherte Energie verkaufen und ins Netz einspeisen.Der gut einen Meter hohe, etwa einen halben Meter breite und eine Handbreit flache Speicher soll sich mit seinem zurückhaltenden, schicken Design harmonisch in den Privathaushalt einfügen. Steuern kann man den Akku beispielsweise über das Smartphone.
Die beiden Partner erwarten eine steigende Nachfrage nach derartigen Energiespeicherlösungen und rechnen damit, in den kommenden fünf Jahren mehr als 100.000 xStorage-Einheiten zu verkaufen.

Autor

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Nissan

Datum

23. Mai 2016
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