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Partikelfilter: Erst umbauen, dann Förderung kassieren

Wenn der Bund Geld zu verschenken hat, muss man üblicherweise schnell sein, um etwas abzubekommen. Wer an der Förderung für alte Diesel-Autos teilhaben will, muss aber erstmal in Vorleistung gehen.

Ab dem 1. Februar fördert der Bund wieder das Nachrüsten von Diesel-Pkw und Transportern bis 3,5 Tonnen mit einem Partikelfilter. Interessierte sollten ihren Antrag ab Anfang Februar schnell beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (www.bafa.de) stellen, denn die Mittel sind begrenzt und die Anträge werden in der Reihenfolge ihres Eingangs beschieden.

260 Euro Zuschuss

Der Zuschuss beträgt 260 Euro. Die Kosten liegen nach Angaben des Verkehrclubs VCD zwischen 650 und 1.500 Euro inklusive Einbau. Die Nachrüstung ist in allen Werkstätten möglich, die berechtigt sind Abgasuntersuchungen durchzuführen. Um die Förderung zu erhalten, reicht man das unterschriebene Antragsformular einschließlich einer Kopie des Fahrzeugscheins mit eingetragener Nachrüstung ein. Der Umbau muss also schon stattgefunden haben, gefördert werden aber nur Umrüstungen, die im Jahr 2015 erfolgt sind oder erfolgen.

Ein Partikelfilter reduziert den Ausstoß des gesundheitsgefährdenden und klimaschädlichen Dieselruß‘. Durch den Einbau ändert sich die Schadstoffgruppe des Fahrzeugs, was möglicherweise zu einer besseren Einstufung bei der Umweltplakette führt. Laut VCD müssen allein in Nordrhein-Westfalen noch rund eine Million Fahrzeuge nachgerüstet werden, ansonsten haben sie keine Einfahrtserlaubnis in die etwa zwei Dutzend Umweltzonen in NRW. Unter partikelfilter-nachruesten.de haben VCD und Partikelfilter-Hersteller eine Datenbank erstellt, in der Besitzer von Dieselautos und Werkstätten nachschlagen können, für welche Fahrzeuge Filter verfügbar sind.

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Datum

29. Januar 2015
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