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Politiker-Dienstwagen: Limousinen werden sparsamer

Politiker fahren zunehmend grüner. Ob dafür die Dienstvorschriften, das eigene Umweltbewusstsein oder die jährliche Offenlegung der Dienstwagen durch die Deutsche Umwelthilfe ursächlich ist, bleibt unklar. Im Ergebnis jedenfalls sind die Limousinen sparsamer.

Die deutschen Spitzenpolitiker achten bei der Wahl ihrer Dienstwagen immer stärker auf Umweltfreundlichkeit. In der aktuellen, mittlerweile zum achten Mal von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) durchgeführten jährlichen Untersuchung zum CO2-Ausstoß der Dienstlimousinen von Bundes- und Landesministern, Ministerpräsidenten und erstmalig auch Staatssekretären lässt sich ein klarer Trend hin zu sparsameren Fahrzeugen feststellen. 228 Politiker gaben dem DUH Auskunft über ihre Limousine. Das Ergebnis: deutlich mehr Politiker wurden mit der grünen Karte (für Abgaswerte bis zu 130 Gramm CO2/km) ausgezeichnet als mit einer roten Karte (ab 175 g CO2/km).

Bei den zehn Bundesministern finden sich nach Angaben von DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch keine negativen Ausreißer mehr, allerdings fehlten auch Vorbilder. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) führt die Positivliste mit 148 g CO2/km an, Bundesgesundheitsminister Herbert Gröhe (CDU) liegt mit 171 Gramm am anderen Extrem. Alle Bundesministerien sehen damit die gelbe Karte (131 bis 174 g CO2/km). Bei den Staatssekretären ist das Bild bunter. Fünf erhalten die grüne Karte, fünf aber auch die rote für die klimaschädlichsten Fahrzeuge aller untersuchten Politiker, den die DUH im VW Phaeton (224 g CO2/km) ausmacht.

Winfried Kretschmann spart, Hannelore Kraft protzt

Die Landesregierungen haben sich Resch zufolge ebenfalls positiv entwickelt. Der Mercedes S300 Hybrid des baden-württembergischen Landesvaters Winfried Kretschmann (Bündnis 90) emittiert lediglich 115 Gramm. Die Länder Hamburg und Bremen erreichen mit allen Dienstwagen 121 bzw. 130 g CO2/km. Der Landesfuhrpark Bayerns hat den höchsten Klimagasausstoß mit 178 Gramm. Und die klimaschädlichste Limousine in der Garage eines Ministerpräsidiums steht in Nordrhein-Westfalen. Es ist der Audi A8 4.0 von Hannelore Kraft (SPD).

Beim Ranking nach Parteien nehmen die Spitzenpolitiker der Grünen erwartungsgemäß den Platz eins ein (130 Gramm), gefolgt von den Linken (141), der SPD (155) und FDP gleichauf mit CDU (165). Das Schlusslicht bilden die Spitzenpolitiker der CSU (178).

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Daimler

Datum

26. März 2014
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