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Reise: Gefährliche Auslandsreise

Allein im Ausland: Firmen lassen Mitarbeiter im Regen stehen. Ein Drittel klagt über schlechte Erfahrungen in fremden Ländern.

Vergessen, verloren oder geklaut: 33 Prozent der Geschäftsreisenden haben im Ausland plötzlich ohne Pass dagestanden. Jeweils 32 Prozent hatten in fremden Ländern schon mit politischen Unruhen oder Zollproblemen zu tun. Das deckte die Studie "Chefsache Business Travel 2016" von Travel Management Companies im Deutschen Reise-Verband (DRV) auf. "Oft fehlen schlichtweg die Informationen darüber, welche Risiken im Zielland lauern, welche Dokumente benötigt werden oder welche Waren ausgeführt werden dürfen", sagt Stefan Vorndran, Vorsitzender des Ausschusses Business Travel im DRV." Wie die Studie zeigt, kann die Zusammenarbeit mit einem Geschäftsreisebüro dafür sorgen, dass diese Probleme deutlich seltener auftreten in dem die Reisenden und Unternehmen die für sie relevanten Informationen erhalten", so Vorndran.


Zahl der Unternehmen mit Risikomanagement steigt

Immerhin steigt die Zahl der Unternehmen, die ihren Mitarbeitern ein professionelles Risikomanagement anbieten. 55 Prozent der Befragten geben an, dass ihre Firma beispielsweise Rückholpläne bereitstellt. Im vergangenen Jahr waren es nur 49 Prozent. Die drei häufigsten angebotenen Maßnahmen sind dabei: Rückholpläne bei Erkrankung, Hilfe bei verlorenen Papieren und ein Notfall-Ansprechpartner im Unternehmen oder Reisebüro. 82 Prozent der Reisenden können sich darauf verlassen, im Krankheitsfall vor Ort auf europäischem Niveau behandelt oder von ihrem Unternehmen nach Hause geholt zu werden.

Dieses Angebot wurde von deutschen Firmen ausgebaut, im Vorjahr waren es noch 76 Prozent. 79 Prozent der Geschäftsreisenden erhalten von ihrem Arbeitgeber den Ersatz von verlorenen oder gestohlenen Papieren. Genauso häufig sind Ansprechpartner während der Reise erreichbar. Doch nicht in jedem Unternehmen finden Geschäftsreisende den Rückhalt, den sie benötigen. Wenn es vor Ort tatsächlich zu Problemen kommt, ist jeder Zweite noch auf sich allein gestellt. Unternehmen dürfen ihre Mitarbeiter vor Ort nicht allein lassen und sollten auf Schwierigkeiten vorbereitet sein", so Vorndran. "Professionelle Geschäftsreisebüros können hier unterstützen - mit Informationen, einem 24-Stunden-Service und im Notfall auch mit der Lokalisierung Reisender."

Zur Studie "Chefsache Business Travel 2016"

Die Studie "Chefsache Business Travel 2016" wurde im Auftrag des Deutschen Reise-Verbands (DRV) durchgeführt. 110 Geschäftsführer, die selbst regelmäßig auf Geschäftsreisen sind, sowie 110 geschäftsreisende Führungs- und Fachkräfte aus Unternehmen ab 250 Mitarbeitern wurden dafür zum Thema Geschäftsreisen befragt. Die Daten wurden vom 11. bis 22.  September 2015 erhoben.

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lassedesignen - Fotolia

Datum

26. Januar 2016
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