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Remarketing: Ausgemusterte Firmenwagen richtig verkaufen

Professionelle Anbieter übernehmen das Remarketing ausgemusterter Dienstfahrzeuge. Die Marktübersicht zeigt, welche Dienstleister am Markt sind und was sie bieten.

Für Fuhrparkmanager wird es immer schwerer, ausgemusterte Firmenwagen lukrativ und schnell zu verkaufen. Einerseits überschwemmen Hersteller und Händler den Gebraucht­wagenmarkt mit Tages- oder Kurzzulassungen, andererseits macht sich die andauernde Rabattschlacht bei den Neuwagen negativ bemerkbar. Um den ohnehin hohen Wertverlust und die langen Standzeiten zu reduzieren, entscheiden sich immer mehr Flottenbetreiber, die Vermarktung ihrer Fahrzeuge an Spezialisten zu übergeben. Sie sollen Rücknahmeprozess, Fahrzeugbewertung sowie den eigentlichen Verkauf optimieren.

Jeder Standtag kostet Geld

"Gebrauchtwagen sind wie Gemüse, sie verlieren jeden Tag an Wert", beschreibt Frédéric Schmitt, Geschäftsführer von Dekra Automotive Solutions die Marktsituation. "Jeder Tag kostet den Flottenbetreiber zwischen 10 und 15 Euro." Dementsprechend versuchen die Profis, die eingehenden Rückläufer so schnell wie möglich in den Handel zu bringen. Dazu gibt es unterschiedliche Kanäle: physische Auktionen etwa, bei welcher die Käufer vor Ort mitbieten. An diesen Auktionen können die Käufer auch digital per Livestream als gleichberechtigte Bieter teilnehmen. Die zweite Möglichkeit sind Online-Auktionen. Auf diese Weise können Autos, die über mehrere Tage in Auktionen laufen, versteigert oder per Festpreis verkauft werden. Dafür können die Verkäufer auch Mindest- oder Festpreise festlegen und sichergehen, dass ihre Fahrzeuge nicht unterhalb dieses Betrags veräußert werden.

Bundesweite Auktionen erhöhen die Verkaufschancen

Mittlerweile läuft ein Großteil des Geschäfts übers Internet. Entsprechend steigt der Anteil der Online-Plattformen wie Carsale24. Die Plattform vermittelt sowohl einzelne Fahrzeuge als auch ganze Flotten an Händler. Klar auch, dass bundesweite Online-Auktionsverfahren die Verkaufschancen und somit die Preise erhöhen. Außerdem fallen keine Kosten für den Fuhrparkbetreiber an: Carsale24 finanziert sich beispielsweise ausschließlich durch eine erfolgsabhängige Verkaufsgebühr, die von den aufkaufenden Händlern zu begleichen ist. Bei Fleet4sale müssen die Händler einen Fixpreis bezahlen.

Damit die Verkäufer Höchstpreise bezahlen, müssen Dokumentation, Logistik und Darstellung stimmen. Ab dem Zeitpunkt der Rückgabe tickt die Uhr. Nun muss das Fahrzeug für den Verkauf vorbereitet werden. Detaillierte Beschreibung, umfangreiche Fotodokumentationen, eine elektronische Fahrzeugakte, Gutachten sowie entsprechende kosmetische Maßnahmen, all das nutzt beim Verkauf.

Trend geht zu Dienstleistungspaketen

Insgesamt lässt sich der Trend erkennen, dass die meisten Anbieter ein komplettes Dienstleistungspaket schnüren. Das beginnt bereits mit der Anlieferung. Die Autos werden identifiziert und auf Transportschäden sowie externes Zubehör überprüft. Selbstverständlich darf eine ordentliche Fotodokumentation nicht fehlen. Außerdem bieten die meisten Unternehmen Sachverständigengutachten an. Bei einigen Anbietern geschieht dies mehrsprachig, sodass die ­Fahrzeuge problemlos europaweit vermarktet werden können. Darüber hinaus bietet Fleet4sale im Rahmen ihres sogenannten Defleeting-Service Rücklauf und Schadensbewertung an.

Anbieter übernehmen Inkassorisiko

Alle Informationen stehen online zur Verfügung. Außerdem garantieren nahezu alle Anbieter die Revisionssicherheit der Verkäufe, ebenso übernehmen sie das Inkassorisiko. Da in der Regel nur an Händler verkauft wird, entfällt auch die Gewährleistungspflicht, die beim Verkauf an Privatpersonen zum Tragen kommt.

Das Einstellen auf die Plattform dauert nur wenige Minuten pro Fahrzeug. Bei Car­sale24 beispielsweise wird ein ungefährer Verkaufspreis zugrunde gelegt. Ist dieser im Sinne des Flottenmanagers, wird das Auto begutachtet, fotografiert und erhält einen Zustands­bericht. Auf dieser Grundlage wird das Auto auf dem internen Marktplatz von Car­sale24 inseriert. Mehrere hundert Händler können nun drei Tage lang Gebote auf das Fahrzeug abgeben.

Das Auktionshaus BCA geht einen Schritt weiter und bietet einen integrierten Prozess von der Beratung über die Inzahlungnahme bis zur Vermarktung an. Dabei basiert die Inzahlungnahme auf einem konkreten Marktpreis. In Deutschland verkauft das Unternehmen jährlich rund 120.000 Fahrzeuge.

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Datum

11. November 2013
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