Alles über Renault Zoe im Dauertest
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Renault R-Link: Mehr Tempo wäre wünschenswert

Der Renault Zoe hat ein umfangreiches Multimediasystem an Bord. Von der Idee her ist R-Link eine tolle Sache – wenn es denn funktioniert.

Einem geschenkten Gaul…. Eigentlich sollte sich der Käufer des Zoe freuen, dass Renault jedem Elektroauto kostenlos das zusammen mit Tom Tom entwickelte Online-Multimedia- und Navigationssystem R-Link mit auf den Weg gibt. Denn von der Ausstattung her ist R-Link eine tolle Sache. Sieben Zoll Touchscreen, Bluetooth, Freisprecheinrichtung, Navigation samt Karte mit Tom Tom-Verkehrsinfos, Rückfahrkamera. Alle Funktionen sind sauber angeordnet wie Apps auf dem Smartphone, und wer sich in den Untermenüs verliert, kann das System bis in kleinste Details konfigurieren.

Ladestationen werden angezeigt - aber nicht alle

Vielleicht packt Renault das Navisystem auch deshalb kostenlos ins Auto, damit kein Kunde mit seinem Stromer liegenbleibt, weil er womöglich keine Ladestation findet. Denn die sind in der Navigation als Sonderziele integriert. Wird ein Stromspender als Ziel ausgewählt, berechnet der Renault gleich, ob die Steckdose mit der Akkuladung überhaupt erreichbar ist.
Schade aber, dass Renault nicht alle Ladestationen integriert. Die Zapfsäulen der EnBW beispielsweise fehlen völlig, was in Deutschlands Elektromobilitäts-Hauptstadt Stuttgart eher doof ist. Hier gibt es zwar 250 Ladepunkte, doch wer auf dem Touchscreen der Zoe-Navigation „Ladepunkte in der Nähe“ anklickt, findet nur eine Station der RWE im Umkreis und viele weitere RWE-Ladepunkte in mindestens 30 Kilometer Entfernung. Damit ist die Funktion nutzlos.

Zudem führt das R-Link ein Eigenleben. Mal lässt sich Musik vom iPhone über USB abspielen und das Phone gleichzeitig laden, mal schaltet das System plötzlich auf Bluetooth, wechselt selbstständig die Quelle oder setzt ganz aus. Plötzlich ist der Bildschirm schwarz, mal ruckelt sich das System von Menü zu Menü, mal friert die Rückfahrkamera ein oder schaltet sich erst gar nicht zu. Und bis sich das Telefon und die Freisprecheinrichtung nach dem Start einloggt, ist man in der Stadt fast schon am Ziel. Außerdem dürfte der Touchscreen etwas sensibler reagieren und R-Link insgesamt etwas flotter agieren. Updates der Software haben da übrigens nicht geholfen.

Fazit: Tolle Idee, günstiger Preis (im Zoe kostenlos, im Clio beispielsweise 580 Euro netto), aber mit Luft nach oben. Ein schnellerer Prozessor wäre in jedem Fall wünschenswert.

Autor

Foto

Hanno Boblenz

Datum

21. Mai 2015
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