Alles über Autonomes Fahren
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Richtlinien fürs autonome Fahren: Freie Fahrt fürs fahrerlose Auto

In den USA nimmt das autonome Auto Fahrt auf. Die Regierung hat nun die rechtlichen Rahmenbedingungen klargestellt, in denen sich die Roboterfahrzeuge der Zukunft bewegen sollen.

Ein paar wichtige Regeln, aber vor allem freie Fahrt: Die US-Regierung hat ihr Politik-Programm für das autonome Auto vorgestellt. Darin verspricht sie streng Überwachung der Sicherheitsstandards, lässt der Branche aber auch viele Freiheiten.

Die 15 Punkte des US-Verkehrsministeriums behandeln unter anderem die Frage, wie ein autonomes Auto im Falle technischer Pannen handeln soll, welche Datenschutzregeln die Hersteller anwenden müssen oder welche Crashtest-Bestimmungen erfüllt sein müssen. Das Ministerium verlangt bei allen diesen Punkten Einblick und behält sich vor, als unsicher eingestufte Modelle aus dem Verkehr zu ziehen.

Vielfach bleiben die Vorschriften in dem 112-seitigen Papier allerdings absichtlich vage, zumindest wenn man als Maßstab die strengen Regularien für konventionelle Pkw nimmt. Das Ministerium will den Technikern und Entwicklern der klassischen Autohersteller, aber auch von Uber, Google und Co. auf diese Weise Spielraum für Innovationen lassen.

Die wichtigsten Punkte im Einzelnen:

- Autonome Autos müssen so gebaut sein, dass sie auch auf Software-Fehlfunktionen, rutschigen Straßen Beinahe-Unfällen und ähnlichen Situationen sicher reagieren können. Autohersteller müssen diesen Umstand belegen können.

- Die Fahrzeuge müssen gegen Hacker-Angriffe geschützt sein, Autohersteller sollen sich gegenseitig über Attacken und Gegenmaßnahmen austauschen.

- Autonome Autos müssen die gleichen Crashtest-Normen erfüllen wie konventionelle Autos. Nach einem Unfall muss der Autopilot deaktiviert werden, bis alles Systemkomponenten repariert sind.

- Software-Updates und neue Assistenzsysteme zum fahrerlosen Fahren müssen von der Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA zertifiziert werden. Autohersteller sollen ihre Verkäufer so schulen, dass sie Kunden auch die Grenzen der autonomen Systeme aufzeigen.

- Die Autohersteller müssen die ethischen Entscheidungsmechanismen ihrer Roboterautos den Behörden offen legen. Etwa, ob das Fahrzeug programmiert ist, bei einem möglichen Unfall eher die Insassen oder unbeteiligte Passanten zu schonen.

Autor

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Ford

Datum

27. September 2016
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