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Sicherheit im Winter: Auch Allradautos brauchen Winterreifen

Auch Allradautos brauchen Winterreifen. Doch Vorsicht: Das M+S-Symbol ist nur ein Hinweis auf das Profil, nicht auf die Wintertauglichkeit.

"Die Physik lässt sich nicht überlisten", bemerkt Dr. Andreas Topp, Leiter Technical Benchmark beim Reifenhersteller Continental. Damit meint der Experte, dass auch Geländewagen mit Allradantrieb bei Schnee nicht ohne Winterreifen auskommen. Die allgemeine Annahme, dass bei allradgetriebenen SUV Sommerreifen mit M+S-Kennzeichnung auch im Winter ausreichen, ist weitverbreitet. Bei einer Umfrage von Continental sind immerhin 61 Prozent der Autofahrer dieser Meinung.

"Das Problem liegt darin, dass die Traktion auf schneebedeckter Straße in der Regel gut ist. Man kann passabel beschleunigen, auch Steigungen sind kein Problem", sagt Topp. Das gaukelt den Fahrern eine trügerische Sicherheit vor. Geht es ans Bremsen, ist das Erstaunen häufig groß. Während Geländewagen auf Winterreifen mit Schneeflockensymbol 28 Meter brauchen, um aus Tempo 50 zum Stehen zu kommen, verlängert sich mit Sommerreifen der Bremsweg auf 65,5 Meter. "Das ist mehr als doppelt so lang", konstatiert Topp.

Dabei reichen M+S-Reifen nicht aus. "Im Gegensatz zum Schneeflocken-Symbol, steht das M+S-Logo nicht für geprüfte Wintereigenschaften, sondern ist vielmehr ein Hinweis auf das Profil", erklärt Topp. So würden auch Sommerund Allwetterreifen mit dem entsprechenden Blockprofil ein M+S-Symbol tragen. Dagegen bräuchten insbesondere die schweren Geländewagen mit ihrem höheren Schwerpunkt und den deutlich längeren Federwegen die mit der Schneeflocke gekennzeichneten Winterräder. Sein Fazit: Wer nicht auf Winterreifen wechselt, erhöht trotz 4x4-Antrieb das Unfallrisiko.

Datum

8. Dezember 2011
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