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Stau: In Stuttgart steht man am längsten

Nirgendwo in Deutschland geht's langsamer vorwärts als in Stuttgart. Europaweit sind nur Londons Autofahrer noch mehr von Staus geplagt.

Stuttgarter Autofahrer sind nicht zu beneiden: Sie standen im vergangenen Jahr durchschnittlich 73 Stunden im Stau, das sind zusammengerechnet mehr als drei Tage. Damit hat die schwäbische Landeshauptstadt Köln als staureichste Stadt Deutschlands überholt. In der Rheinmetropole verschwendeten Autofahrer im vergangenen Jahr 71 Stunden im Stillstand, so die Daten des Verkehrsdienstleisters Inrix.

Verkehr bereitet der Stadt Probleme

Im Vergleich zu 2014 ist das Staulevel in Stuttgart um 8,5 Stunden gestiegen. Die Verkehrsexperten führen den Anstieg unter anderem auf niedrige Benzinpreise, ein Hoch bei Fahrzeug-Neuzulassungen, aber auch auf den Status als wichtigen Wirtschaftsstandort zurück. Traditionell ist das Auto in der Heimatstadt von Firmen wie Daimler, Porsche oder Bosch ein beliebtes Fortbewegungsmittel. Auch der Tourismus beeinflusse das Verkehrslevel. Der zunehmende Verkehr bereitet der Landeshauptstadt Probleme: Da aufgrund der Kessellage die Frischluft-Zufuhr eingeschränkt ist, hat die Stadt bereits mehrfach in diesem Jahr Feinstaubalarm ausgelöst.

Stuttgart liegt aber stautechnisch nicht nur in Deutschland vorn, sondern kletterte auch in der Liste der staureichsten Städte Europas nach oben, vom fünften auf den zweiten Platz. Nur Londons Straßen waren noch verstopfter. 101 Stunden stecken Autofahrer in der britischen Hauptstadt 2015 im Verkehr fest. Mit Köln, Karlsruhe (54 Stunden), München (53 Stunden) und Düsseldorf (50 Stunden) finden sich vier weitere deutsche Städte unter den 15 besonders belasteten Metropolen Europas.

Im Schnitt verschwendeten die deutschen Autofahrer im vergangenen Jahr 38 Stunden im Stau. Verkehrsreichste Straße ist weiterhin der Mittlere Ring (B2R) in München, auf der Fahrer durchschnittlich 93 Stunden, also mehr als zwei Arbeitswochen, feststeckten. Die Stau-Erhebung geht auf Verkehrsgeschwindigkeitsdaten zurück, die Inrix auf mehr als einer Million Kilometern städtischer Straßen und Schnellstraßen gesammelt hat.

Autor

Foto

Lea Fuji

Datum

23. März 2016
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