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Studie Elektromobilität: Nachtstrom nutzen für E-Mobile

Elektroautos mit Nachtstorm zu laden hat mehr Vorteile als gedacht. Das haben Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich herausgefunden und jüngst in einer Studie veröffentlicht.

Laden wir unsere Elektroautos künftig nach Zeitplan? Studien zeigen, dass die deutschen Stromnetze und Kraftwerke bereit sind für Millionen künftiger Fahrzeuge mit Elektroantrieb. Hängen die Elektroautos zwischen null und sechs Uhr am Strom, müssen in Deutschland weder neue Kraftwerke gebaut, noch die Stromnetze angepasst werden. Ohnehin ist es viel sinnvoller, das Aufladen dem eigenen Tagesablauf anzupassen, haben Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich herausgefunden.

Netzauslastung bei Nacht gering

Zwischen Mitternacht und Frühmorgens sind die Netze nur schwach ausgelastet, somit ist die Versorgung von Millionen von Fahrzeugen gegeben. Das Laden nach Mitternacht könnte außerdem dazu beitragen, dass bis zu 60 Prozent des Stroms aus sonst ungenutzter Windenergie kommt. Die wahrscheinlichen Überschüsse aus den Windparks sind demnach zu dieser Zeit besonders hoch. Einen weiteren Vorteil hat die Studie zu Tage gebracht: Liegt der Ladevorgang zeitlich nah am nächsten Fahrantritt, lädt das Auto also auf, kurz bevor es morgens zur Arbeit geht, verlängert sich die Lebensdauer der Batterie.

Elektroautos taugen nicht als Zwischenspeicher

Überlegungen, Elektroautos als dezentrale Strom-Zwischenspeicher zu nutzen, sehen die Wissenschaftler hingegen kritisch. Nach ihren Erkenntnissen altert die Batterie mit jedem Ladevorgang. Würde überschüssige Windenergie dort zwischengespeichert und ins Netz zurück gespeist, wenn sie benötigt wird – zum Beispiel bei einer Windflaute –, hätte die Batterie eine bis zu 25 Prozent verkürzte Lebensdauer. Für diesen Verlust müsste der Netzbetreiber den Fahrzeughalter erheblich entschädigen. Elektroautos seien nur ein kleiner Aspekt, um erneuerbare Energien besser nutzbar zu machen, folgert die Studie.

Strom für sechs Millionen Elektroautos

Für die umfangreiche Analyse haben Experten vom Institut für Energie- und Klimaforschung mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft im Projekt NET-ELAN untersucht, wie sich die politische Zielvorgabe von sechs Millionen E-Autos 2030 auf die Energiewirtschaft auswirkt. Sechs Millionen Elektroautos sollen bist 2030 nach dem Willen der Bundesregierung auf den deutschen Straßen unterwegs sein. Ob das ein realistisches Ziel ist, bei einem aktuellen Bestand von 7114 E-Autos laut Kraftfahrtbundesamt (Stand 1. Januar 2013), sei dahin gestellt. Versorgt werden könnten sie.

Autor

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Daimler

Datum

2. Mai 2013
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