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Studie zu autonomem Fahren: Autofahrer aufgeschlossen, aber skeptisch

In gut zehn Jahren könnte das vollautomatisierte Fahren Realität sein, glaubt Zulieferer Continental. Die Autofahrer finden das grundsätzlich gut, einige haben aber Angst, ergab eine Studie.

Fahrerassistenzsysteme ebnen den Weg für das automatisierte Fahren – nicht nur in technischer Hinsicht, sondern auch was die Akzeptanz unter Autofahrern betrifft. Eine weltweite Studie des Automobilzulieferers Continental hat ermittelt, dass Erfahrungen mit Assistenzsystemen einen positiven Einfluss darauf haben, wie Verkehrsteilnehmer das selbstfahrende Auto bewerten. Eine Mehrheit der Befragten auf verschiedenen Kontinenten hält das automatisierte Fahren für vernünftig. Gleichzeitig sind viele Autofahrer aber auch skeptisch, ob die neue Technik funktioniert.

Mehrheit bewertet Automatisierung als sinnvoll

79 Prozent der Chinesen, 77 Prozent der Japaner und gut die Hälfte der der Deutschen (53 Prozent) und der US-Amerikaner (50 Prozent) bewerten automatisiertes Fahren als sinnvoll. Nach der Nutzungsabsicht befragt, möchten sich Autofahrer vor allem durch Autobahnbaustellen und -staus und auf langen Autobahnfahrten chauffieren lassen. Auch das Einparken in Parkhäusern gehört zu den Wunsch-Merkmalen.

Das passt zum Verkehrsalltag der Befragten. Vor allem erhöhtes Verkehrsaufkommen sowie Staus und Stop-and-Go-Situationen werden am stärksten mit Stress verbunden, so die Ergebnisse der Studie. Fahrten durch Baustellen und Staus auf der Autobahn sowie das automatisierte Einparken in Parkhäusern sind laut Continental auch die ersten Schritte, die teilautomatisierte Fahrzeuge in Zukunft bewältigen können.

Gute Erfahrungen mit Assistenzsystemen

Erfahrungen mit Fahrerassistenzsystemen haben einen positiven Einfluss auf die Bewertung automatisierten Fahrens, lautet ein Ergebnis der Studie. "Wer die Zuverlässigkeit eines Notbremsassistenten im eigenen Auto erfahren konnte, für den stellt sich nicht die grundsätzliche Frage, ob automatisiertes Fahren funktioniert", so Christian Senger, Leiter der Vorentwicklung für Automobilelektronik bei dem Zulieferer. Komfortorientierte Assistenzsysteme wie Tempomat, Parksensoren oder Rückfahrkamera haben viele Umfrageteilnehmer bereits genutzt. Sicherheitsorientierte Fahrerassistenz ist bekannt, wird aber im Vergleich derzeit nur begrenzt genutzt.

Trotzdem muss sich nicht nur die Technik noch weiter entwickeln, sondern auch die Einstellung der Autofahrer, damit das selbstständige Auto ein Erfolg wird. Denn ein Großteil der befragten Autofahrer weltweit bezweifelt derzeit noch, dass automatisiertes Fahren zuverlässig funktionieren wird (74 Prozent in China, 50 Prozent in den USA, 48 Prozent in Deutschland, 43 Prozent in Japan,). Mehr als der Hälfte der Befragten macht die Entwicklung automatisierten Fahrens darüber hinaus Angst, in den USA ist dieser Wert mit 66 Prozent besonders ausgeprägt.

Für die Mobilitätsstudie hat das Markt- und Sozialforschungsinstitut infas im Auftrag des Automobilzulieferers Continental Autofahrer repräsentativ in Deutschland, USA, Japan und China sowie qualitativ in Frankreich, Indien und Brasilien befragt.

Autor

Foto

Mercedes-Benz

Datum

15. Januar 2014
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