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Tempo-30-Zonen: Langsam heißt nicht sauber

Der ADAC hat Tempolimitzonen untersucht und festgestellt: Zur Luftreinhaltung taugen sie nicht.

In Stuttgart tritt man derzeit heftig auf die Bremse. An allen großen Gefällstrecken soll bald Tempo 40 gelten. Der Luftreinhaltung zuliebe. Andere Städte planen sogar generelle Tempolimits. Doch die sind laut dem ADAC nicht geeignet, die Luftqualität zu verbessern. Laut einer nun veröffentlichten Studie des Automobilclubs führt eine Absenkung der Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 30 km/h nicht zu einem geringeren Schadstoffausstoß bei Pkw. Weder bei den NOx-Emissionen noch beim CO2-Ausstoß gehen demnach die Werte aufgrund verringerter Geschwindigkeit zurück. Selbst Diesel-Modelle könnten dank moderner Abgasreinigungssysteme niedrige Emissionen auch ohne Geschwindigkeitsbegrenzung erreichen.

Anstelle von Tempolimits schlägt der ADAC die Einrichtung von grünen Wellen und intelligenten Verkehrsleitsystemen vor. Dabei verweist der Club auf eine frühere Studie, der zufolge die Verflüssigung des Verkehrs zu einem um 30 Prozent niedrigeren NOx-Ausstoß führen könnte.

Ein generelles Tempolimit von 30 km/h wird aktuell immer wieder auch im Zusammenhang mit der Luftqualität in Innenstädten diskutiert. Allerdings als eine Maßnahme unter vielen. Prominente Befürworter wie der ökologisch orientierte Verkehrsclub VCD zielen mit der 30-km/h-Forderung allerdings in erster Linie auf die Erhöhung der Verkehrssicherheit ab.

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ADAC

Datum

28. September 2016
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