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Überwachung der Umweltzonen: Besser, aber noch lange nicht gut

Nicht alles ist im grünen Bereich: Nur jede zweite Stadt in Deutschland kontrolliert ihre Umweltzone. Besonders nachlässig sind Magdeburg, Halle und Langenfeld.

Sieben Jahre nach Einführung der Umweltzone kontrolliert jede zweite Stadt die Einfahrverbote für ungefilterte Dieselfahrzeuge. Zu diesem Ergebnis kommt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) in ihrer Abfrage unter 76 Städten. Seit der ersten Untersuchung im Jahr 2010 hat sich die Zahl der Städte, die umfassende Kontrollen durchführen und Verstöße ahnden, von zwei auf 38 erhöht.

Die Hälfte der untersuchten Städte erhielt von der Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation für ausreichend Kontrollen der Umweltzonen erstmals eine „Grüne Karte“. In den 38 Städten werden sowohl parkende als auch fahrende Pkw, Busse und Lkw auf ihre Zufahrberechtigung in die Umweltzonen kontrolliert und Verstöße mit einem Bußgeld geahndet. Besonders vorbildlich agiert die Bundeshauptstadt, die seit 2010 durchgehend von der DUH mit der „Grünen Karte“ ausgezeichnet wird.

„Rote Karten“ wurden elf Mal verteilt, darunter auch an Magdeburg, Halle und Langenfeld. Hier wurden die Umweltzonenregelungen unzureichend oder gar nicht durchgesetzt.

Die Umweltzone wurde 2008 eingeführt, um Feinstaub- und Stickstoffdioxid-Belastungen in den Innenstädten zu reduzieren. In den überwiegenden Fällen dürfen nur noch Fahrzeuge mit grüner Umweltplakette einfahren. Lediglich die Städte Schramberg, Münster, Augsburg und Neu-Ulm dulden noch Fahrzeuge mit gelber Plakette. Seit dem ersten Mai 2014 müssen Autofahrer bei einem Verstoß gegen die Plakettenpflicht in der Umweltzone mit einem Bußgeld von 80 Euro rechnen. Für die Kontrollen sind die Ordnungsbehörden und die Polizei zuständig.

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DUH

Datum

22. April 2015
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