Straßenbau, Verkehrspolitik Zoom

Umfrage: Deutsche wollen sanierte Straßen

Die Straßen in der eigenen Gemeinde sind den Deutschen am wichtigsten, wenn es um Verkehrspolitik geht. Aufreger sind auch kaputte Autobahnen und tote Baustellen, wie eine Umfrage ergab

Schluss mit Schlaglöchern: Die Reparatur kaputter Straßen ist für die meisten Deutschen laut einer Umfrage die drängendste Aufgabe der Verkehrspolitik. 59 Prozent sehen die Instandhaltung innerstädtischer Verkehrswege als besonders wichtiges Thema, wie eine Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov ergab. Auch die Pflege von Landstraßen und Autobahnen hat für mehr als die Hälfte der Bundesbürger hohe Priorität. YouGov befragte vom 22. bis 24. November 1034 Menschen ab 16 Jahre. Es konnten mehrere Antworten gegeben werden. Ein Tempolimit auf Autobahnen halten demnach nur 22 Prozent für wichtig, den Bau neuer ICE-Hochgeschwindigkeitstrassen zwischen deutschen Städten sogar lediglich 15 Prozent.

Schlafende Baustellen melden

Dass mehr gegen «schlafende» Straßenbaustellen getan werden muss, auf denen trotz Absperrung anscheinend nicht durchgängig gearbeitet wird, finden laut der Umfrage 48 Prozent wichtig.Die seit Anfang Oktober aktive Website www.bmvbs.de/baustellenmelder des Bundesverkehrsministeriums, auf der solche Baustellen gemeldet werden können, kennen aber 78 Prozent nicht, wie die Studie ergab. Ein Sprecher des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) teilte der Nachrichtenagentur dpa mit, der seit dem 5. Oktober aktivierte Baustellenmelder habe bislang 1.200 Meldungen erhalten, darunter viele, die sich auf dieselben Baustellen bezogen.«Dabei entfallen 75 Prozent der Meldungen auf Autobahnen und 25 Prozent auf Bundesstraßen», erklärte der Sprecher. «Spitzenreiter ist Nordrhein-Westfalen, knapp 40 Prozent der Meldungen kamen aus dem dichtest besiedelten Bundesland. Es folgen mit knapp 9 Prozent Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern.» In den neuen Bundesländern überwiegen demnach Meldungen über Baustellen auf Bundesstraßen.

Das Verkehrsministerium hat nach eigenen Angaben die Bundesländer nach möglichen Ursachen für die Verzögerungen an Baustellen befragt und sie um Stellungnahmen gebeten. «Verbesserungsmöglichkeiten bestehen aus Sicht des Bundes vor allem im Rahmen der Bauvorbereitung und vertraglichen Festlegung und Umsetzung von kurzen Bauzeitvorgaben.»

Foto

Juliane Bezold

Datum

12. Dezember 2011
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