Handy am Steuer Zoom

Unfallursache: Gefährliche Ablenkung am Steuer

Während der Fahrt das Navi zu programmieren ist gefährlich. Aber einen Schluck trinken? Die Sonnenbrille aus dem Etui holen? Fast genauso gefährlich, sagt eine Studie.


Bei etwa jedem zehnten Unfall mit Personenschaden war der Fahrer laut ADAC abgelenkt. Damit ist die Unfallursache Ablenkung genauso gefährlich wie Alkohol am Steuer. Nun haben die Experten untersucht, was Autofahrer am meisten ablenkt. Bei dem Versuch sollten Probanden auf einem Testgelände zwischen 30 und 50 km/h schnell fahren, dabei das Navi programmieren, telefonieren, aus einer Wasserflasche trinken, mit einem Etui hantieren und auf dem Rücksitz ein Spielzeug aufheben.

Unfallgefahr steigt

Das Ergebnis: Bei einem plötzlich auftauchenden Hindernis konnten 76 Prozent der Fahrer das Auto nicht mehr zum Stehen bringen und fuhren mit durchschnittlich 30 km/h auf. Das macht deutlich, dass auch vermeintliche Kleinigkeiten wie trinken, etwas aufheben oder mit dem Kind schimpfen fast genauso ablenken wie das Programmieren des Navisystems.
   Die Ergebnisse beziehen sich auf erfahrene Lenker und gelten für beide Geschlechter, sind unabhängig vom Alter und der eigenen Einschätzung: Egal, wie gut man sich selbst als Fahrer einschätzt, die Beeinträchtigung durch die Nebentätigkeiten bleibt deutlich messbar. Die Teilnehmer gaben an, gerade die trivialen Aktionen – wie trinken – häufig zu tun. Das liegt vor allem daran, dass sich viele Fahrer so sicher fühlen, dass sie meinen, sich könnten sich anderen Tätigkeiten zuwenden. Doch Vorsicht: Ein Fahrzeug im Stadtverkehr bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h legt knapp 15 Meter pro Sekunde zurück.

Autor

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Allianz

Datum

16. Juni 2015
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