DVR, Alkohlverbot, Verkehrssicherheit, Alkohol am Steuer Zoom

Verkehrssicherheit: DVR fordert generelles Alkoholverbot

Mit der Umsetzung eines Alkoholverbots könnte die Zahl der Getöteten und Schwerverletzten deutlich gesenkt werden

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) setzt sich für ein absolutes Alkoholverbot am Steuer ein. Das Fahren unter Alkoholeinfluss gehöre neben nicht angepasster Geschwindigkeit und dem Nicht-Angurten EU-weit zu den Hauptursachen schwerer und tödlicher Unfälle. Allein in Deutschland seien im vergangenen Jahr 342 Menschen bei Alkoholunfällen ums Leben gekommen, 18.874 seien verletzt worden, davon 5.001 schwer. Von den insgesamt knapp 58.000 im Straßenverkehr Getöteten in den Jahren 2000 bis 2009 hätten rund 7.000 ihr Leben bei Alkoholunfällen verloren, teilt der DVR mit. Das entspräche zwölf Prozent der Getöteten.„Mit der Umsetzung eines Alkoholverbots im Straßenverkehr besteht die Chance, die Zahl der Getöteten und Schwerverletzten deutlich zu senken“, sagt DVR-Präsident Walter Eichendorf. Zudem bestehe eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz. So hätten sich vor gut einem Jahr 59 Prozent der Teilnehmer einer vom DVR in Auftrag gegebenen Befragung für ein absolutes Alkoholverbot ausgesprochen. Eine aktuelle Untersuchung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) zeige außerdem, dass das 2007 eingeführte Alkoholverbot für Fahranfänger und junge Fahrer bis zum vollendeten 21. Lebensjahr Erfolge zeitige. Nach einem Jahr Alkoholverbot seien die Verstöße bei den 18- bis 21-Jährigen um 17 Prozent zurückgegangen.Zugleich weist der DVR darauf hin, dass man bei dem Verbot natürliche Prozesse im Körper berücksichtigen müsse, die sich auf die Blutalkoholkonzentration auswirkten. So könne man Alkohol im Blut nachweisen, ohne welchen getrunken zu haben. Gleichzeitig sei ein negativer Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit erst ab 0,2 Promille wissenschaftlich nachgewiesen. Daher müsse klargestellt werden, dass sich ein absolutes  Alkoholverbot auf eine Blutalkoholkonzentration oberhalb von 0,19 Promille beziehe. Es müsse also niemand auf den Verzehr von Schnapspralinen oder die Einnahme von Hustensaft verzichten.

Foto

Thomas Küppers

Datum

28. Oktober 2011
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