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Volvo: Full-Service-Angebote für Firmenkunden

Volvo hat eine eigene Bank gegründet, bietet bald Versicherungen an und will so bei gewerblichen Kunden weiter wachsen.

Volvo festigt seine Position im Flottenmarkt. 54 Prozent der 36.000 im vergangenen Jahr verkauften Volvo gingen an gewerbliche Käufer. Die Basis dafür bildet der sogenannte Wachstumsplan 2020, den das Unternehmen 2013 auflegte. Das ehrgeizige Ziel: Den jährlichen Absatz bis ins Jahr 2020 auf 60.000 Autos zu steigern und damit mehr als zu verdoppeln.

Mit den bestehenden Modellen lässt sich das allerdings nur schwer erreichen. Deshalb wird die Palette ausgebaut, beginnend mit dem XC90, der 2015 erfolgreich startete. Zum Jahresende hatten schon mehr als 7.200 einen Kaufvertrag für den großen SUV unterschrieben. Zehn Prozent davon entschieden sich gar für den Plug-in Hybriden, dem 64.000 Euro teuren Top-Modell der Baureihe. 2016 folgt die große Business-Limousine S90 und für 2017 ist die Neuauflage des kompakten SUV XC60 geplant. Außerdem bringt Volvo einen kleineren SUV auf Basis der 40er-Plattform. Der XC40 dürfte noch 2017, spätestens aber 2018 auf den Markt kommen.

Von der Tagesmiete bis zum Langzeit-Leasingvertrag

Zusätzlich will die Marke mit besonderen Dienstleistungen Neukunden gewinnen. Dabei hat Geschäftsführer Thomas Bauch speziell die Firmenkunden im Blick. „Wir wollen das gesamte Angebotsspektrum an Finanzierungsmöglichkeiten abdecken, von der Tagesmiete bis hin zum Leasingvertrag über 72 Monate“, sagt der Chef von Volvo Deutschland. Für die Kurzzeitmiete bis zu einem Jahr stellte das Unternehmen bereits einen bei den Händlern verteilten Fuhrpark zusammen, die sogenannte Schwedenflotte.

Für die Geschäftsbereiche Wholesale und Retail gründete Volvo im Juli 2015 zusammen mit der Santander Bank als gleichberechtigtem Partner die Volvo Car Financial Services. Diese Bank gab es vorher zwar auch schon, doch erst in der neuen Geschäftsform als eigenständige GmbH sei sie richtig mit Leben gefüllt worden. Sitz der Volvo Bank: direkt in der Kölner Firmenzentrale. „Jetzt können wir den gesamten Bereich der Fahrzeugfinanzierung bei uns abbilden“, sagt Bauch. Während die Santander-Bank im Hintergrund den gesamten Finanzbereich abdeckt, kümmert sich Volvo um den Kontakt zum Kunden.

Dienstleistungen aus einer Hand

Besonders für Premiummarken sei es wichtig, Finanzprodukte unter eigenem Namen anbieten zu können, sagt Bauch. Mittlerweile beruhen 80 Prozent von Volvos Umsätzen im Fahrzeugbereich auf Finanzierung oder Leasing, zwei Drittel des gesamten Umsatzes erzielt Volvo mit Gewerbekunden.

Weiteres Wachstum soll nun das „Schwedenleasing“ bringen, ein klassisches Full-Service-Angebot mit den branchenüblichen Bausteinen, die der Kunde dazu buchen kann. „Wir bieten nun alle fürs Flottenmanagement wichtigen Dienstleistungen an, von der Tankkarte übers Reporting bis zur Führerscheinkontrolle“, sagt Bauch. „Für uns war besonders wichtig, dass die Bausteine unter unserem Namen laufen und nicht bei einem Fremddienstleister eingekauft werden. Wir schicken unseren Kunden nicht in eine Fremdwerkstatt. Bei uns bekommt er bundesweit in jedem Volvo-Betrieb die gleichen Konditionen.“

Vollkaskopakete für V40

Das neue Joint-Venture habe nicht nur für Endkunden Vorteile, sondern auch für die Händler. Die können nun das Restwertrisiko bei riskanteren Aufträgen an die Bank abtreten. Bei einer größeren Flotte mit vielen gleichen Fahrzeugen etwa, die der Händler zur gleichen Zeit zurücknehmen und wieder vermarkten muss.

Ergänzt wird das Leasing ab April 2016 von Versicherungen der Volvo Car Insurance Services. Für die unter dem Namen Schwedenversicherung angebotenen Verträge hat Volvo die Allianz als Partner gewonnen. Auf das neue Konzept ist der Geschäftsführer besonders stolz, denn künftig könne Volvo Versicherung mit Finanzierungs- und Leasingverträgen koppeln und alles aus einer Hand anbieten.

Zum Start gibt es ein Vollkaskopaket für alle neu verkauften V40-Modelle, bei dem die Kunden bei einem Unfall sogar ihren Schadenfreiheitsrabatt behalten. Angeboten wird das Paket zum Kampfpreis von nur neun Euro pro Monat. Auch hier hat der Kunde die freie Wahl der Werkstatt, sofern sie ein Betrieb der schwedischen Marke ist. Fremdwerkstätten wären mit der komplexen Technik der Fahrzeuge häufig überfordert, sagt Bauch und verweist auf die vielen Assistenzsysteme in modernen Autos. Nach einem Unfall müssen Radarsensoren oder eine Frontkamera millimetergenau justiert werden. „Nur in unseren eigenen Betrieben können wir gewährleisten, dass der Kunde nach der Reparatur wieder ein vollwertiges und funktionierendes Fahrzeug hat. Sicherheit steht an erster Stelle, und das schließt Werkstattleistungen ein“, sagt Bauch.

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4. Februar 2016
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