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Fahrbericht VW Golf VII 4Motion: Der Allrad-Golf wird billiger

Mit dem neuen VW Golf 4Motion hat VW die Zahl der Motorisierungen glatt verdoppelt.

Nur einen kurzen Winter lang mussten Golf-Käufer warten, bis VW eine seit 1986 dauernde Tradition wieder aufleben ließ. Jetzt ist der Golf wieder mit Allradantrieb bestellbar. Mit der relativ einfachen Technik von vor einem Vierteljahrhundert hat das 1.512 Euro (netto) teure 4Motion-System aber längst nichts mehr gemein. Allrad anno 2012 bedeutet in erster Linie Hightech, selbst wenn VW die Haldex-Kupplung, den Dreh- und Angelpunkt des Antriebs, nur in Details weiter entwickelt hat. Im Golf VII arbeitet jedenfalls gleich eine ganze Armada an elektronischen Systemen Hand in Hand, damit der Ausflug im neuesten VW nicht zur schlüpfrigen Angelegenheit wird.

Elektronik und Mechanik arbeiten Hand in Hand

Verteilt die Haldex-Kupplung die Antriebskraft variabel auf die Achsen– um Sprit zu sparen, lenkt sie im Normalfall 100 Prozent an die Vorderräder – so verhindern die ins ESP integrierte elektronische Differenzialsperren, dass einzelne Räder durchdrehen. Die EDS leitet dann das Antriebsmoment ans gegenüber liegende Rad, beim frontgetriebenen Golf logischerweise nur vorne, beim 4Motion auch hinten.

Verlieren Räder in der Kurve an Grip, wird ein Auto bekanntlich instabil und droht geradeaus zu Rutschen. Dieses Untersteuern lässt sich durch gezieltes Anbremsen der Räder verhindern. Auch das Quer-Sperrdifferenzial kann die Räder gezielt anbremsen. Dann nämlich, wenn sie beim zu starken Gasgeben in der Kurve durchdrehen. Ein kurzer Bremsimpuls des XDS genügt, um dem Rad wieder Traktion zu geben und das Auto lenkstabil zu halten.

Jetzt ist auch der 1.6 TDI mit Allrad erhältlich

Das alles geschieht in Sekundenbruchteilen, ohne dass der Fahrer auch nur ansatzweise etwas davon spürt. Egal ob Schnee, Matsch oder Nässe, der Pilot kann noch so aufs Gas treten – er wird kaum erleben, dass die Räder Rillen in den Untergrund fräsen. Auf trockener Straße dürfte niemand den Unterschied zum normalen Golf merken. Und in Sachen Beschleunigung oder Verbrauch liegen die Unterschiede im Kommabereich.

Bisher haben aber die wenigsten Firmenwagenfahrer ihren Golf mit Allradantrieb bestellt. Das dürfte sich nun ändern, denn im 2013er-Modell ist erstmals auch der kleine Diesel mit 4Motion erhältlich. Zwar ist der 2.0 TDI mit seinen mittlerweile 150 PS der souveränere Antrieb, doch in Fuhrparks stellt der 105 PS starke 1.6 TDI das Gros der Firmenwagen. So wird die Allradtechnik nun für die breite Masse der Flottenfahrzeuge bezahlbar. Denn während der fünftürige 1.6 TDI 4Motion bereits in Trendline für 19.884 Euro (netto) erhältlich ist, gibt es den 2.0 TDI erst ab der besseren Ausstattungslinie Comfortline. Kostenpunkt: mindestens 23.508 Euro (netto).

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Datum

20. Februar 2013
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