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ZF-Workshop für Fuhrparkmanager: Erleben, was drinsteckt

ZF Friedrichshafen gewährte Fuhrparkleitern Einblick in die Produktvielfalt des Zulieferers. Vom Hybridmodul bis zum Fahrwerkssystem konnten die Teilnehmer aktuelle Fahrzeugtechnik testen.

Ob mit acht oder mittlerweile sogar neun Gängen, die modernen Automatikgetriebe von ZF Friedrichshafen sind Autofahrern längst ein Begriff. Dass der drittgrößte Automobilzulieferer Deutschlands aber fast die Hälfte seines Umsatzes mit Fahrwerkskomponenten erwirtschaftet, ist nur wenigen bekannt. 100 Ingenieure kümmern sich bei ZF um das Fahrwerk von Fahrzeugen. Die richtige Dämpfung hat dabei nicht nur Auswirkung auf den Komfort, sondern ist auch ein Sicherheitsaspekt.

Kaputte Stoßdämpfer sind ein Sicherheitsrisiko

Beim ZF-Workshop auf dem ADAC-Fahrsicherheitszentrum in Schlüsselfeld konnten die 42 teilnehmenden Flottenmanager die Auswirkung schlechter Stoßdämpfer am eigenen Leibe spüren. Zwei VW Golf standen zum direkten Vergleich bereit: einer mit ZF-Standarddämpfung, der andere leicht präpariert mit 20-prozentiger Restdämpfung – für den normalen Verkehrsbetrieb also nicht mehr geeignet.

Den Beweis lieferten die ADAC-Instruktoren bei Slalomfahrten und Vollbremsungen. Während der Golf mit neuen Stoßdämpfern lässig mit 40 bis 60 km/h zwischen den Pylonen vorbeiwedelt – im Grenzbereich vom ESP leicht dirigiert –, schunkeln die Teilnehmer im schlecht gedämpften Golf mehr schlecht als recht an den weiß-roten Markierungen vorbei. Bei Tempo 40 fährt sich der Golf schwammig, bei 50 wankt er unbeholfen von links nach rechts, bei 60 bricht er unkontrollierbar aus und lässt dem ESP keine Chance.

Optimale Verhältnisse mit adaptiven Dämpfern

Beim anschließenden Bremstest wiederholt sich das Spiel: Der Golf mit abgenutzten Stoßdämpfern braucht bei der Vollbremsung aus Tempo 60 über eine Wagenlänge mehr bis zum Stillstand. "Einen Reifenplatzer bemerkt der Fahrer sofort. Stoßdämpfer fahren sich schleichend ab, der Fahrer gewöhnt sich nach und nach an das schwammigere Fahrverhalten", warnt ZF-Experte Gerd Endriss und ergänzt: "Die Dämpfer sind so abgestimmt, dass Sicherheitssysteme wie ABS und ESP perfekt harmonieren. Sind die Dämpfer kaputt, ist auch die Elektronik in Gefahrensituationen machtlos."

Wie es sich anfühlt, auf unterschiedlichem Untergrund und in jeder Fahrsituation über die optimale Dämpfung zu verfügen, konnten die Flottenmanager bei einer schnellen Runde im BMW X6 erfahren. Den SUV hat ZF mit ihrem elektronisch geregelten System Continuous Damping Control (CDC) ausgerüstet. In Echtzeit passt der BMW seine adaptiven Dämpfer jeder Fahrbahnbeschaffenheit an und vermittelt dem Fahrer so deutlich mehr ­Sicherheit.

Die Krönung: eine Runde im Rennauto

Außerdem lernten die Fuhrparkleiter im Fahrsicherheitstraining, wie unter- beziehungsweise übersteuernde Autos wieder in die Spur zurückgeholt werden sowie das richtige Fahrverhalten bei Brems- und Ausweichmanövern. Weitere Programmpunkte waren das Fahren mit Elektro- und Hybridfahrzeugen sowie das Austesten von Aktivlenkung, Wankausgleich und ­Torque Vectoring. Wer bis zum Nachmittag noch nicht durchgeschüttelt genug war, konnte sich von BMW-Werkspilot Jens Klingmann in einer schnellen Runde im Rennauto BMW M3 GT4 über den ADAC-Rundkurs jagen lassen – spätestens nach diesem Adrenalinschub waren wackelige Beine garantiert.

Autor

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ZF

Datum

29. Oktober 2013
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