Kaffeemaschine 10 Bilder Zoom

Zubehör im Test: Kaffeemaschine für den Cupholder

Kaffee an Autobahnraststätten belastet das Spesenbudget auf Dienstreisen teils erheblich. Ein Gerät namens Handcoffee Auto soll Abhilfe schaffen.

Die kleine Kaffeemaschine für unterwegs passt in einen Standard-Cupholder und nutzt handelsübliche Kaffee-Pads. Ein integrierter Tank fasst je nach Gusto 80 oder 110 Milliliter Wasser. Den Füllstand erkennt der Nutzer an insgesamt drei durchsichtigen Knöpflein. Ist der kleine Tank voll, also ein doppelter Espresso, wird eines der Knöpflein dunkel, bei 110 Milliliter verdunkeln sich auch Knöpfchen zwei und drei. Hier ist aber keine Elektronik im Spiel. Vielmehr stößt das Wasser an der Decke des Tanks an. Die Lichtbrechung ändert sich und das Knöpfchen wirkt schwarz. Sind Tank und Pad-Halter befüllt, heißt es warten.

Laut Anleitung, die dank der Piktogramme leicht zu verstehen ist, dauert es nach Knopfdruck vier Minuten bis die Maschine aufgeheizt ist. Ebenso laut Anleitung sollte der Automotor dazu laufen. Ein durchdringender Piepton signalisiert, dass Handcoffee brühbereit ist. Dazu nimmt man das Gerät aus dem Cupholder, dreht es herum und hält es direkt über die Tasse. Ein weiterer Knopfdruck setzt die Pumpe in Gang. Der Kaffee sprudelt, dampft und zischt ins Gefäß.

Vorsicht Sabbergefahr

Soviel zur Theorie. In der Praxis gestaltet sich die Befüllung etwas schwieriger. Statt eines Trichter oder einer sonstwie definierten Öffnung bietet die Maschine dem Nutzer nur eine relativ flache Einfüllfläche. Wer zu beherzt Wasser eingießt, muss mit nasser Hose leben. Am besten funktioniert das mit einer kleineren Wasserflasche. Insgesamt sind 110 Milliliter nicht gerade üppig bemessen. Nach jeder Tasse muss die Prozedur also wiederholt werden. Fahrer oder Beifahrer muss also ein paar Minuten auf den zweiten Kaffee warten. Das Pad findet seinen Platz praktisch in der Wassereinfüllfläche. Darauf schraubt der Kaffeefreund dann den recht massiv anmutenden Siebaufsatz. Der passt zum stabilen Gesamteindruck der Hardware.

Nach dem Heizen poltert die Maschine los, die übrigens recht gut in der Hand liegt. Ein Signal, ob das ganze Wasser durchgelaufen ist, gibt es nicht. Stattdessen folgt auf den heißen Kaffee nur noch ein Zischen – Zeit, das Gerät wieder umzudrehen. Am besten hat man dabei schon ein Taschentuch parat. Aus der Ausgussöffnung tropft noch etwas Kaffee nach.

Lohnt sich der Unterwegs-Brüher?

Der Geschmackstest entschädigt allerdings für alle Tropfen und Lärmbelästigung. Rein subjektiv schmeckt der Kaffee aus der Reisemaschine nämlich noch einen Tick besser als aus der stationären Pad-Maschine im Büro. Im Vergleich zu einigen billigen Geräten ist der Muntermacher auch tatsächlich heiß. Bleibt noch der Preis. Mit 99 Euro ist Handcoffee Auto auf den ersten Blick nicht gerade billig, auch im Vergleich zur Büromaschine. Angesichts der Preise an den Raststätten-Bars namhafter italienischer Röster hat sich die Kaffeemaschine aber relativ bald amortisiert. Bei einem Preis von rund 2,50 Euro für einen Unterwegs-Espresso und rund drei Euro für eine Packung à 16 Stück vom Markenanbieter ist die Schwelle bei knapp 43 Tässchen erreicht.

Wer also auch unterwegs nicht auf frisch gebrühten Kaffee verzichten möchte, könnte tatsächlich über eine Handcoffee Auto nachdenken und so mit der Zeit einiges an Spesen sparen. Für Dienstreisende die auf all ihren Reisen insgesamt noch keine 40 Kaffee an der Tanke gezogen haben, ist die Maschine aber eher ein nettes Gimmick.      

Autor

Foto

Thomas Küppers

Datum

29. September 2015
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