Aktuelle Fördergelder für Elektromobilität

Alle Zuschüsse für E-Autos und Ladesäulen

E-Mobilität Parkplatz Fuhrpark flotte laden ladesäule Foto: Alphabet

Bund und Länder fördern Elektromobilität – auch und vor allem in Firmenflotten. Welche Zuschüsse es von der Regierung gibt und wer davon profitiert.

Die Zahl der Neuzulassungen von Elektroautos steigt weltweit. Länder wie Norwegen, die USA, China oder die Niederlande stechen besonders als Treiber der Elektromobilität hervor. Anreize vom Staat können durchaus helfen, Autofahrer zum Umstieg zu motivieren. In Norwegen entfallen beispielsweise für E-Autos die hohe Mehrwertsteuer von 25 Prozent sowie die Import- und Abgassteuer. Ein E-Golf kostet dort etwa 7.500 Euro weniger als ein konventionell angetriebener. Außerdem zahlen E-Auto-Fahrer keine Autobahngebühr, das Parken auf kommunalen Parkplätzen ist kostenlos, und das Laden an vielen öffentlichen Säulen kostet die Norweger ebenfalls nichts. Genug Argumente, denn fast jeder dritte neu zugelassene Pkw ist heute in Norwegen ein Elektroauto.

Und in Deutschland? Weil der Umweltbonus hierzulande nur wenige Autofahrer dazu bewegt, ein E-Auto zu kaufen, rollt die Bundesregierung ein weiteres Maßnahmenpaket aus. Seit 2019 sollen Dienstwagenfahrer von Elektroautos und Plug-in Hybriden nur noch 0,5 Prozent des Listenpreises als geldwerten Vorteil für die Privatnutzung versteuern. Dass dieses System Erfolg haben kann, zeigen unsere Nachbarn, die Niederlande. Dort führte die Steuervergünstigung für Dienstwagenfahrer eines Elektroautos in den vergangenen Jahren zu einem regelrechten E-Auto-Boom. Aktuell wird in Deutschland die zu bezahlende Steuer noch anhand der Batteriegröße der Elektroautos festgelegt. Deutsche Firmen profitieren schon jetzt von zahlreichen Förderprogrammen, die vor allem den Aufbau der Infrastruktur ankurbeln sollen.

Ein Überblick aller Maßnahmen, auch tabellarisch als pdf-Download am Artikelende.
Alle aktuellen Fördermittel können Sie unter www.foerderdatenbank.de nachsehen.

Steuerbefreieung

Kraftfahrzeug­steuerbefreiung (Frist: 31.12.2020)
Inhalt der Förderung: Befreiung von der Kfz-Steuer von Elektrofahrzeugen für zehn Jahre
Projektträger/Ansprechpartner
: Bundesfinanzministerium, Referat für Bürgerangelegenheiten; Tel.: 030/1 86 82 33 00; E-Mail: buergerreferat@bmf.bund.de; Internet: www.bundesfinanzministerium.de

Steuerbefreiung für das Laden von E-Autos (Frist: 31.12.2020)
Inhalt der Förderung
: Laden von Elektrofahrzeugen beim Arbeitgeber von Einkommensteuer befreit; unentgeltlich oder verbilligt vom Arbeitgeber bereitgestellte Ladevorrichtung für zu Hause steuerlich begünstigt (Zuschüsse zur Nutzung dieser Ladevorrichtung)
Projektträger/Ansprechpartner
: Bundesfinanzministerium, Referat für Bürgerangelegenheiten; Tel.: 030/1 86 82 33 00; E-Mail: buergerreferat@bmf.bund.de; Internet: www.bundesfinanzministerium.de

Elektroautos in Deutschland 2020
Preise, Reichweite, Verbrauch E-Autos

Förderungen vom Bund

Umweltbonus (Frist: 31.12.2020)
Inhalt der Förderung: 2.000 Euro für neu zugelassene Elektro- oder Brennstoffzellenfahrzeuge; 1.500 Euro für Plug-in Hybriden (Zuschuss nur, wenn Hersteller Nettolistenpreis in gleichem Umfang reduziert; Modell muss auf Förderliste des BAFA gelistet sein).
Projektträger/Ansprechpartner: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA); Tel.: 06196/9 08 10 09; E-Mail: elektromobilitaet@bafa.bund.de; Internet: www.bafa.de

Betriebliches Mobilitäts­management (Frist: 31.12.2020)
Inhalt der Förderung: Zuschuss bis 60 % der Kosten für Pendlermobilität, Fuhrparkmanagement sowie Dienst- und Geschäftsreisen inklusive Infrastrukturmaßnahmen, die zur Nutzung umweltverträglicherer Verkehrsmittel beitragen.
Projektträger/Ansprechpartner: TÜV Rheinland Consulting GmbH, Forschungsmanagement; Tel.: 0221/8 06 41 64; E-Mail: Thilo.Petri@de.tuv.com; Internet: www.tuv.com; Antrag: foerderportal.bund.de/easyonline

Förderrichtlinie Elektromobilität (BMVI)
Inhalt der Förderung: Zuschuss für Elektrofahrzeuge und Plug-in Hybriden (max. 50 g CO2-Ausstoß; min. 40 km elektr. Reichweite); Nfz bis 12 t; Ladestationen für geförderte Fahrzeuge (­Förderhöhe abhängig von jeweiliger Förderphase).
Projektträger/Ansprechpartner: Projektträger Jülich (PtJ), Geschäftsbereich ESN, Fachbereich ESN6; Tel.: 030/2 01 99 35 00; E-Mail: ptj-esn6-emob@fz-juelich.de; Internet: www.ptj.de

Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland (Frist: 31.12.2020)
Inhalt der Förderung: Zuschuss bis 40 % der Kosten für Ladepunkte (bis 22 kW max. 2.500 Euro pro Ladepunkt, über 22 kW max. 30.000 Euro); bis 40 % der Kosten für Netzanschluss an Nieder­spannungsnetz, max. 5.000 Euro pro Standort, Mittelspannungsnetz max. 50.000 Euro pro Standort; gilt auch für Aufrüstung oder Ersatz für vor Förderrichtlinie bestehende Ladeinfrastruktur inklusive Ausbau Netzanschluss.
Projektträger/Ansprechpartner: Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV); Tel.: 04941/60 25 55; E-Mail: ladeinfrastruktur@bav.bund.de; Internet: www.bav.bund.de; Antrag: foerderportal.bund.de/easyonline

Ladesäulen: Von der Planung bis zum Bau Alle Dienstleister für Ladeinfrastruktur

Nationales Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (Frist: 31.12.2019)
Inhalt der Förderung: Teilfinanzierung von Brennstoffzellenfahrzeugen plus Betankungs- und ­Wartungsinfrastruktur; öffentlich zugängliche Wasserstofftankstellen.
Projektträger/Ansprechpartner: Projektträger Jülich (PtJ), Energiesystem Nutzung (ESN); Tel.: 030/20 19 95 32; E-Mail: ptj-esn5-nip@fz-juelich.de; Internet: www.ptj.de; Antrag: foerderportal.bund.de/easyonline

KfW-Umweltprogramm 240
Inhalt der Förderung: Zinsgünstige Darlehen für Plug-in Hybriden (max. 50 g CO2-Ausstoß; min. 40 km elektr. Reichweite), Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeuge; Ladestationen und Wasserstofftankstellen (max. 10 Mio. Euro pro Vorhaben; bis 100 % der Investitionskosten).
Projektträger/Ansprechpartner: KfW; Tel.: 069/7 43 10; Internet: www.kfw.de

Förderprojekte nach Bundesländern

Baden-­Württemberg

BW-e-Gutschein im Rahmen der Landesinitia­tive III Marktwachstum Elektromobilität BW
Inhalt der Förderung: Unterhaltungs- sowie Ladeinfrastrukturkosten für Elektrofahrzeuge und Nfz bis 3,5 t, Zuschuss in Landesgebieten mit NO2-Grenzwertüberschreitung 5.000 Euro bei gekauften und 1.666 Euro p. a. bei geleasten Elektrofahrzeugen; im restlichen Landesgebiet 3.000 Euro bei gekauften und 1.000 Euro p. a. bei geleasten Elektrofahrzeugen; max. 20 Fahrzeuge.
Projektträger/Ansprechpartner: L-Bank Baden-Württemberg; Tel.: 0721/1 50 13 88; E-Mail: elektromobilitaet@l-bank.de; Internet: www.l-bank.de

Bayern

Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge (Frist: 31.12.2020)
Inhalt der Förderung: Zuschuss bis 60 % der Kosten für öffentlich zugängliche Ladepunkte (bis 22 kW max. 3.000 Euro pro Ladepunkt, bis 100 kW max. 12.000 Euro, über 100 kW max. 30.000 Euro); bis 60 % der Kosten für Netzanschluss an Niederspannungsnetz, max. 5.000 Euro pro Standort, Mittelspannungsnetz max. 50.000 Euro; gilt auch für Aufrüstung oder Ersatz für vor Förderricht­linie bestehende Ladeinfrastruktur inklusive Ausbau Netzanschluss.
Projektträger/Ansprechpartner: Projektträger Bayern (ITZB Büro Nürnberg); Tel.: 0911/20 67 16 11; E-Mail: kontakt@projekttraeger-bayern.de; Internet: www.projekttraeger-bayern.de

Berlin

Wirtschaftsnahe Elektromobilität (Frist: 31.12.2019)
Inhalt der Förderung:
Zuschuss für Beratungskosten zu Elektrofahrzeugen, Ladeinfrastruktur, Fuhrparkintegration, Mobilitätsbedarfen, Netzanschluss, Sektorenkopplung, Versorgungssicherheit (100 % bei max. 800 Euro Tagessatz; 80 % bei max. 1.000 Euro Tagessatz).
Zuschuss für Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeuge, Plug-in Hybriden und leichte Nfz bis 2,25 t bis 4.000 Euro, Nfz bis 4,25 t bis 8.000 Euro und Zweiräder bis 500 Euro.
Zuschuss bis 50 % der Kosten für öffentlich zugängliche oder privat­betriebliche Ladeinfrastruktur (bis 22 kW bis 2.500 Euro pro Ladepunkt, über 22 kW max. 30.000 Euro).
Projektträger/Ansprechpartner: IBB Business Team GmbH; Tel.: 030/21 25 23 54; E-Mail: welmo@ibb-business-team.de; Internet: www.ibb-business-team.de

Mecklenburg-Vorpommern

Klimaschutzförderricht­linie Unternehmen (Frist: 31.12.2023)
Inhalt der Förderung: Zuschuss von 50 % der Kosten für Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeuge.
Projektrträger/Ansprechpartner: Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern (LFI); Tel.: 0385/6 36 30; E-Mail: info@lfi-mv.de; Internet: www.lfi-mv.de

Nordrhein-Westfalen

NRW.BANK Elektro­mobilität
Inhalt der Förderung: Zinsgünstiges Darlehen (bis 100 % der Kosten; min. 10.000 Euro/max. 5 Mio. Euro) für Kauf von Fahrzeugen ohne Verbrennungsmotor und Investitionen in Ladeinfrastruktur oder Batterietechnik.
Projektträger/Ansprechpartner: NRW.BANK; Tel.: 0211/9 17 41 48 00; E-Mail: info@nrwbank.de; Internet: www.nrwbank.de

Modelle, Anschluss, Ladetaktik Alles über die Wallbox für zuhause

progres.nrw (Frist: 30.09.2023)
Inhalt der Förderung: Zuschuss für Beratung für E-Mobilität; Aufbau Ladeinfrastruktur sowie Anschaffung von Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeugen (Höhe der Förderung abhängig von Art und Umfang des Vorhabens sowie Antragsteller).
Projektträger/Ansprechpartner: Bezirksregierung Arnsberg – Bergbau und Energie NRW; Tel.: 0211/8 37 10 01; E-Mail: progres.emob@bra.nrw.de; Internet: www.bezreg-arnsberg.nrw.de

Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge (LifE) (Frist: 31.12.2020)
Inhalt der Förderung: Zuschuss bis 60 % der Kosten für öffentlich zugängliche Ladepunkte (bis 22 kW max. 3.000 Euro pro Ladepunkt, über 22 kW max. 30.000 Euro); bis 60 % der Kosten für Netzanschluss an Niederspannungsnetz, max. 5.000 Euro pro Standort, Mittelspannungsnetz max. 50.000 Euro pro Standort; gilt auch für Aufrüstung oder Ersatz für vor Förderrichtlinie bestehende Ladeinfrastruktur inklusive Ausbau Netzanschluss.
Projektträger/Ansprechpartner: Bezirksregierung Arnsberg – Bergbau und Energie NRW; Tel.: 02931/82 36 36; E-Mail: progres@bezreg-arnsberg.nrw.de; Internet: www.bezreg-arnsberg.nrw.de

Sachsen

Förderung von Stromspeichern
Inhalt der Förderung: 1.000 Euro für konventionelle Stromspeicher plus 200 Euro/kWh Nutz­kapazität (max. 40.000 Euro); für angebundene Ladeinfrastruktur 400 Euro pro Ladepunkt (1.500 Euro für Schnellladepunkt).
Projektträger/Ansprechpartner: Sächsische Aufbaubank – Förderbank (SAB); Tel.: 0351/4 91 00; E-Mail: servicecenter@sab.sachsen.de; Internet: www.sab.sachsen.de

Sachsen-Anhalt

Förderung von ­Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge (Frist: 31.12.2020)
Inhalt der Förderung: Zuschuss bis 60 % der Kosten für öffentlich zugängliche Ladepunkte (bis 22 kW max. 3.000 Euro pro Ladepunkt, bis 100 kW max. 12.000 Euro, über 100 kW max. 30.000 Euro); bis 60 % der Kosten für Netzanschluss an Niederspannungsnetz, max. 5.000 Euro pro Standort, Mittelspannungsnetz max. 50.000 Euro; gilt auch für Aufrüstung oder Ersatz für vor Förderricht­linie bestehende Ladeinfrastruktur inklusive Ausbau Netzanschluss.
Projektträger/Ansprechpartner: Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt (NASA); Tel.: 0391/53 63 10; E-Mail: info@nasa.de; Internet: www.nasa.de

Thüringen

Elektromobilität Thüringen (Frist: 31.12.2020)
Inhalt der Förderung: Zuschuss bis zu 75 % der Kosten für Ladeinfrastruktur (bis 22 kW max. 15.000 Euro pro Ladestation, über 22 kW und bei Wasserstofftankstellen max. 30.000 Euro); 500 Euro/kWh für elektrische Pufferspeicher; technische Ausrüstungen; Personal- und Sachausgaben für weitere Maßnahmen.
Projektträger/Ansprechpartner: Thüringer Aufbaubank (TAB); Tel.: 0361/7 44 74 45; E-Mail: info@aufbaubank.de; Internet: www.aufbaubank.de

E-Mobil Invest (Frist: 31.12.2020)
Inhalt der Förderung: Zuschuss bis 50 % der Kosten für öffentlich zugängliche Ladepunkte (bis 22 kW max. 6.000 Euro pro Ladepunkt, über 22 kW max. 15.000 Euro); Anschaffung oder Umrüstung für Pkw und Nfz bis 3,5 t 40 % der Kosten (max. 8.000 Euro; Nfz über 3,5 t max. 15.000 Euro).
Projektträger/Ansprechpartner: Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz; Tel.: 0361/3 79 00; E-Mail: poststelle@tmuen.thueringen.de; Internet: www.thueringen.de/th8/tmuen

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