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Audi Nanuk

Zehnzylinder als IAA-Überraschung

Audi Nanuk Foto: Audi 5 Bilder

Aller Umweltdiskussionen zum Trotz kommt auf der IAA auch die Spaßfraktion nicht zu kurz. So spielt Audi mit einer überraschenden Studie das Thema Crossover-Sportwagen und nutzt dabei alte Gene des Konzerns.

Wer hätte gedacht, dass auf der IAA im Jahr 2013 nochmal ein zehnzylindriger TDI stehen könnte? Das von Giugiaro gestaltete Audi Nanuk Quattro Concept wird exakt so befeuert. Und zwar einer mit Eckdaten, die jene Werte des einstigen VW-V10 TDI weit in den Schatten stellen: Mit 400 kW/544 PS hat der per doppelter Turboaufladung beatmete Selbstzünder leichtes Spiel, den 4,54 m langen 4x4 voranzutreiben.

Dank Mittelmotor soll die Straßenlage echtes Sportwagen-Feeling erzeugen; um das Luft-Fahrwerk auf die jeweilige Straßensituation vorzubereiten, wird das Fahrzeuglevel in Abhängigkeit von Geschwindigkeit und Fahrbahnart angehoben oder abgesenkt – dabei bedient sich das Elektronenhirn auch der Daten des Navigationssystems.

Bodenfreiheit ändert sich automatisch

So fährt der Nanuk auf Autobahnen grundsätzlich mit geringer Bodenfreiheit, während er auf losem Gelände das Fahrzeugniveau automatisch anhebt. Darüber hinaus rollt er mit einer Allradlenkung an den Start, wodurch die Ingenieure höchste Agilität erreichen wollen. Als Kraftübertragung dient ein verstärktes Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Stufen.

Die Höchstgeschwindigkeit beziffert Audi mit 305 km/h, und der Sprint auf Landstraßentempo soll sich innerhalb von 3,8 Sekunden vollziehen. Im Gegenzug liegt der Spritverbrauch laut Audi bei lediglich 7,8 l je 100 km; ein Materialmix aus Aluminium und CFK hält das Leergewicht im Zaum – mit 1,9 Tonnen Masse ist die Studie deutlich leichter als heute angebotene SUV in dieser Leistungsklasse. Für die Beleuchtung sorgen LED-Matrix-Scheinwerfer mit dynamischem Fahrtrichtungsanzeiger, wie er beim A8 bereits in die Serie eingezogen ist. Dagegen werden Kameras, die Spiegelgläser ersetzen, noch lange keine Massenware sein.

Das Concept-Car aus Ingolstadt nutzt diese Technologie. Zum futuristisch gestalteten Interieur, das analog zu Plattform und Außenhaut ebenfalls in Teilen aus Alu wie CFK besteht, gehört ein frei programmierbares Display statt klassischer Tachoanzeige. Als Schmankerl können Zuschauer den frisch entwickelten Fünfliter-Selbstzünder durch eine Scheibe betrachten, genau wie beim Audi R8. Die beiden würden ein gutes Paar abgeben in der Garage.

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