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Bundesverband Fuhrparkmanagement

"Am Anfang war das Benzin und der Vergaser…"

Der Bundesverband nimmt Stellung zu aktuellen Themen. Heute: Welcher Antrieb passt zu Zeiten der Dieselkrise für den Firmenwagen von morgen?

"… dann schuf Gott den Motor und die Karosserie, die Hupe und das Verkehrslicht. Dann betrachtete er sein Werk und sah, dass es nicht genug war. Darum schuf er noch das Halteverbot und den Verkehrspolizisten", schrieb einst Ephraim Kishon. Böse Zungen könnten der aktuellen Diskussion folgend nun ergänzen, dass schließlich Satan aus der Hölle empor kam und den Diesel schuf. Schaffen wir also den Diesel ab und alles ist gut? Ein populärer Irrtum ist, dass Benziner alleine die Lösung sind. Bei den Stickoxiden liegen sie besser, bei den CO2-Werten schlechter. Derzeit haben Dieselfahrzeuge noch einen sehr großen Anteil in deutschen Fuhrparks. Sie sind bei längeren Strecken wirtschaftlich, verbrauchen weniger Kraftstoff. Also nach dem aktuellen Stand der Technik alles andere, als zu verteufeln.

Doch es sind Entscheidungen zu treffen. In einem eigenen Dieselgipfel mit Fuhrparkmanagern großer und sehr großer Fuhrparks hat der Fuhrparkverband das Thema »Antriebe« intensiv besprochen. Eines ist klar: Wenn es zu Nachrüstungen bei Dieselfahrzeugen kommen sollte, ist unsere Erwartung, dass nicht die Unternehmen und andere Kunden der Kfz-Hersteller die Rechnung zahlen. Bereits heute ist der wirtschaftliche Schaden bei Fuhrparkbetreibern hoch – durch Mehrkosten, die alleine wegen der herrschenden Unklarheit beim Thema Diesel und der Zukunft des Diesels besteht. Die politischen Entscheider sind mal wieder gefragt, nun endlich Gas zu geben. Dass alternative Antriebe nicht nur elektrisch sind, wurde vielleicht schon verstanden.

Beim Stichwort »alternative Antriebe« kommen wir zum nächsten populären Irrtum: "Hybride sind ökologisch sinnvoll." Falsch. Sie haben das Potenzial, die Aussage gilt für die meisten Einsatzarten allerdings nicht und ist purer Unsinn, denn in der Regel sind sie für Unternehmen viel zu unwirtschaftlich. Wir sind insgesamt auf einem guten Weg, doch die Prioritäten müssen neu justiert werden. Und die Automobilhersteller sollten vielleicht vom hohen Ross heruntersteigen und einsehen, dass die Entwicklung alternativer Antriebe für die Mobilitätsentwicklung der Zukunft ganz oben auf der Agenda stehen muss. Gut, Kaiser Wilhelm hielt das Automobil auch für eine vorübergehende Erscheinung und setzte voll auf das Pferd – ist aber in diesem Fall vielleicht das falsche Vorbild.

"Es wird Wagen geben, die von keinem Tier gezogen werden und mit unglaublicher Gewalt daherfahren", so einst die Vison von Leonardo da Vinci. Es wird irgendwann nur noch Autos geben, die weder Benzin noch Diesel brauchen. Sagen wir. Ob es von dieser Aussage bis zur Umsetzung genauso lange dauert, wie von da Vinci bis zur Erfindung des Automobils? Dann hätten wir noch rund 400 Jahre Zeit.

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Datum

14. August 2017
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