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Bundesverband Fuhrparkmanagement

Haben Autos künftig ein Bewusstsein?

Der Bundesverband Fuhrparkmanagement nimmt Stellung zu aktuellen Themen. Heute: Entwickeln Autos im Rahmen des autonomen Fahrens ein eigens Rechts-  beziehungsweise Unrechtsbewusstsein?

Der russische Erzähler und Romanautor Leo Tolstoi schrieb 1907 in sein Tagebuch: "Allein im Bereich des Bewußtseins ist der Mensch frei, Bewußtsein wiederum ist nur im jeweils gegenwärtigen Augenblick möglich". Bewusstsein – also die Fähigkeit, mit dem Verstand und den Sinnen die Umwelt zu erkennen und zu verarbeiten – ist ein biologisches Phänomen, also im Grunde Lebewesen vorbehalten. Als reine Funktionen betrachtet, könnte man Aktion und Reaktion aber vielleicht auch programmieren? Der Mensch muss also irgendwann auch jenseits des "autonomen Fahrens" vielleicht gar nichts mehr tun und das Fahrzeug entscheidet. Problem ist nur, dass die Menschheit weit davon entfernt ist, die Funktion des Bewusstseins genau zu kennen, sodass man auf dieser Basis nur schwer ein Computerprogramm schreiben könnte, das dann in einem künstlichen Wesen eine subjektive Perspektive hervorrufen würde

Auf der aktuellen Homepage der Internationalen Automobilausstellung 2017 fragt der Veranstalter also nun – und die Auto-Profis müssen es ja wissen –, ob Autos künftig ein Bewusstsein hätten, und macht damit Andeutungen, was "Zukunft erleben" heißen könnte. Durch die technische Entwicklung wird dem Menschen allerdings schon heute immer mehr abgenommen. "Erlernte Hilf­losig­keit" nennen die Psychologen eine Folge solcher Entwicklungen. Wenn man aber nun schon alles technisch lösen könnte, bleibt nach den aktuellen Skandalgeschichten zu hoffen, dass auch der Automobilindustrie das Bewusstsein für faires Handeln wächst. Und, dass wir in Zukunft eine Automobilindustrie 4.0 erleben, in der ein Rechts- und Unrechtsbewusstsein mit installiert wird. Das wäre wünschenswert

Und noch andere Programme wünschen wir uns für die Fuhrparkbetreiber. Nicht nur, weil wir in der heißen Phase der Bundestagswahl sind, in der es um Wahl- und Umsetzungsprogramme geht: Ein Innovationsprogramm, das alternative Antriebe zum Wohle der Gesundheit und der Umwelt schnell entwickeln hilft; ein Realismusprogramm, das hilft, die Entwicklungen auch mit den Bedürf­nis­sen der Menschen und der Fuhrparkbetreiber in Einklang zu bringen und machbare Übergangsregeln generiert; und ein Stoppt-die-Bürokratie-Programm, das dafür sorgt, dass schon erste Ideen und – auch nur angedachte – Gesetzesvorhaben, die weiteren Aufwand für die Verwaltung von Fuhrparks schaffen, sofort gelöscht werden.

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Datum

25. September 2017
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