Durchbruch bei Feststoff-Batterien

Schnellladen ohne Brand-Gefahr

Foto: FZ Jülich

Deutsche Forscher haben einen Durchbruch bei der Entwicklung von Feststoff-Akkus vermeldet. Sie sollen künftig die Kosten- und Reichweitenprobleme von E-Autos lösen.

Feststoffbatterien für Elektroautos gelten als besonders sicher und langlebig, laden allerdings extrem langsam. Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich haben nun eine schnellladefähige Variante entwickelt. Anstatt zehn bis zwölf Stunden soll sie für eine vollständige Ladung nur noch eine Stunde benötigen. Entscheidende Entwicklung ist die nahezu lückenlose Verbindung des festen Elektrolyts mit den Elektroden, die den Übergangswiderstand schwinden lässt. Die Forscher haben dazu eine neuartige Materialkombination genutzt.

Die Feststoffbatterie ist der große Hoffnungsträger der E-Autohersteller. Wichtigster technischer Unterschied zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus: Die Feststoff- oder Festkörperbatterie ersetzt das bisher nötige flüssige Elektrolyt durch ein festes Material. Dadurch steigt die Energiedichte, was mehr Reichweite bei gleichem Volumen bedeutet. Gleichzeitig entfällt die Notwendigkeit einer Kühlung, was Geld und Gewicht spart. Zudem gilt die Technik als sicherer, da es bei Unfällen nicht zu hartnäckigen Bränden kommen kann. Zahlreiche Autohersteller haben bereits angekündigt, Feststoff-Akkus etwa zur Mitte des kommenden Jahrzehnts in ihren Fahrzeugen einsetzen zu wollen.

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