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Elektroauto Nobe 100

Charmeur sucht Investoren

Nobe Elektroauto 2018 Foto: Nobe Cars 6 Bilder

Nobe 100 heißt ein neues Elektroauto-Projekt aus Estland, das derzeit nach Investoren sucht. Mit seinem Beauty-Bonus könnte der Stromer dabei recht erfolgreich sein.

Dass per Crowdfunding finanzierte Elektroautoprojekte es weit bringen, zeigt derzeit das Start-up Uniti mit dem Elektro-Kleinstwagen One. Dank eines im Internet gesammelten Millionenbetrags befinden sich die Schweden auf der Zielgeraden zur 2019 angekündigten Serienproduktion. In ganz ähnlicher Weise will jetzt ein in Estland ansässiges Unternehmen namens Nobe Cars die Onlineplattform Fundedbyme nutzen, um ein besonders sehenswertes Elektroauto namens 100 zur Serienreife zu bringen. Anders als beim futuristischen Uniti One setzen die Macher allerdings auf Retro-Optik und ein dreirädriges Fahrwerk.

Bislang gibt es vom Nobe 100 lediglich ein 1:1-Modell und einige sehenswerte Computerbilder. Das Design erinnert vor allem an den Autobau der 1950er-Jahre. Dank seiner historischen Zitatensammlung wirkt der Stromer niedlich, elegant, schick. Der 100 ist vornehmlich für den Stadtverkehr gedacht. Kompakte Abmessungen und das Dreirad-Layout versprechen einen besonders kleinen Wendekreis. Im Innenraum, mit klassisch-minimalistisch gestaltetem Cockpit, ist Platz für drei Passagiere.

Bei der Antriebstechnik setzt Nobe auf einfache Komponenten. So kommen an allen drei Rädern kleine Nabenmotoren mit jeweils 20 PS Leistung zum Einsatz. Damit soll das Minimobil in immerhin 5,9 Sekunden aus dem Stand Tempo 100 sprinten, maximal sind 110 km/h möglich. Für die in zwei Stunden aufladbare Batterie werden 220 Kilometer Reichweite versprochen. Neben dem emissionsfreien Antrieb soll der Nobe 100 auch durch den Einsatz wiederverwendbarer Materialien besonders umweltfreundlich sein.

Noch bis Mitte Juli können Interessierte auf Fundedbyme in das Start-up investieren. Als minimales Finanzierungsziel haben die Verantwortlichen rund 900.000 Euro ausgerufen. Kommt diese Summe zusammen, will man einen fahrbaren Prototypen im Oktober 2018 auf dem Pariser Autosalon zeigen. Abhängig vom Finanzierungserfolg stellen die Macher zudem eine Serienproduktion für 2020 in Aussicht. Ob es soweit kommt, bleibt abzuwarten. Neben etlichen Erfolgsgeschichten gibt es auch genügend Beispiele von Crowdfunding-Aktionen, die als Flop endeten.

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